Während einer der wohl merkwürdigsten Reden, die ein Fußballfunktionär bisher halten durfte, verkündete Gianni Infantino, der Präsident der FIFA, im Jahr 2022: „Today I feel gay (heute fühle ich mich schwul).“ Bei seiner Ansprache, die in seinem Kopf deutlich besser geklungen haben muss, als sie es in Wirklichkeit tat, zählte er auf: „Today I feel Arabic. Today I feel African. Today I feel gay. Today I feel disabled.“ Was er damit sagen wollte? Er wisse, wie es sich anfühlt, diskriminiert zu werden. Schließlich habe er als Kind rote Haare und Sommersprossen gehabt. Der Anlass war damals die WM 2022 in Katar. Infantino konfrontierte Stimmen aus Europa, die kritisiert hatten, dass die WM in einem Land stattfand, in dem Homosexualität strafbar ist. Mit dem Tod. Durch Steinigung. Später wurde Spielern verboten, Regenbogenfahnen oder ähnliche Symbole zu tragen, die ihre Unterstützung für die LGBTQ+-Community ausdrücken könnten.
„Today I feel gay“
WM 2026: Fußball zwischen Pride und Todesstrafe
In Seattle wird mit dem „Pride Match“ bei der WM die LGBTQ+-Community zelebriert. Ausgetragen wird es von Ägypten und Iran – wo Homosexualität bestraft wird.
4 Min
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Leuchtet das Stadion in Seattle auch in Regenbogenfarben, wenn Ägypten und Iran bei der WM 2026 zum Pride Match antreten?
© Sven Hoppe/dpa
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