WM 2026

Nach TV-Eklat bei der WM: Bogdanovic bittet um Entschuldigung

Ex-Werder-Profi Rade Bogdanovic hat sich für rassistische Aussagen während einer WM-Liveübertragung entschuldigt. Auch der serbische Sender RTS bat um Entschuldigung.

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Rade Bogdanovic: Der frühere Bundesliga-Profi fiel im serbischen Fernsehen mit rassistischen Äußerungen auf.

Rade Bogdanovic: Der frühere Bundesliga-Profi fiel im serbischen Fernsehen mit rassistischen Äußerungen auf.

© Weckelmann/Imago

Der frühere Stürmer von Atlético Madrid und Werder Bremen, Rade Bogdanovic, hat sich für rassistische Äußerungen entschuldigt, die er während einer Live-Übertragung der Fußball-Weltmeisterschaft im serbischen Fernsehen gemacht hatte.

Bogdanovic war als Kommentator für den staatlichen Sender RTS beim torlosen Unentschieden zwischen Belgien und Iran in Gruppe G im Einsatz. Im Zusammenhang mit der Roten Karte für den belgischen Verteidiger Nathan Ngoy äußerte sich der 56-Jährige über dunkelhäutige Fußballspieler und stellte deren Konzentrationsfähigkeit sowie Ausdauer infrage. Die Aussagen des ehemaligen Nationalspielers Jugoslawiens, der 1997 drei Länderspiele bestritt, lösten in sozialen Netzwerken breite Kritik aus.

In einer Stellungnahme gegenüber Reuters erklärte Bogdanovic: „Ich entschuldige mich aufrichtig für meine Aussage über schwarze Fußballspieler.“ Auch RTS veröffentlichte eine offizielle Entschuldigung. Der Sender betonte, Bogdanovic sei kein Mitarbeiter des Unternehmens, habe bei dem Turnier in diesem Sommer jedoch als „Expertenkommentator“ mitgewirkt. „Wir möchten diese Gelegenheit nutzen, uns als Rundfunkveranstalter für die in unserem Programm getätigte Aussage über Angehörige einer bestimmten Ethnie zu entschuldigen“, teilte RTS mit.

Bogdanovic bekräftigte seine Position

Ngoy (23) war am Sonntag in der zweiten Halbzeit der Partie in Los Angeles nach einem taktischen Foul des Feldes verwiesen worden. Nach dem Unentschieden gegen Iran und Ägypten droht dem derzeit drittplatzierten Belgien das Ausscheiden in Gruppe G.

Bei der Analyse der Szene in der 66. Minute sagte Bogdanovic, der während seiner Karriere auch in Südkorea und Japan gespielt hat: „Ich habe immer gesagt, dass diese Spieler – und ich bin wirklich kein Rassist – nicht die Konzentration haben, um länger als 60 bis 80 Minuten durchzuhalten“, sagte er. „ Als wir gespielt haben, mussten wir manchmal sogar unsere eigenen Spieler schützen, damit sie keine Fehler machen.“ Der Moderator widerspach den Aussagen, doch Bogdanovic bekräftigte seine Position und erklärte, „die Mehrheit“ habe Konzentrationsprobleme.

Am Montag war Bogdanovic erneut als Experte im RTS-Studio zu sehen, als Argentinien in Gruppe J mit 2:0 gegen Österreich gewann.

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