Debatte

Wo der Rechtsstaat versagt, wird der Rächer zum Hoffnungsträger

Von „Death Wish“ bis „Citizen Vigilante“ verspricht das Rachekino Gerechtigkeit durch Selbstjustiz. Wer dieser Antwort widersprechen will, muss auch die Angst verstehen, die sie attraktiv macht.

Stefan Piasecki
Stefan Piasecki
9 Min
Armie Hammer in Uwe Bolls „Citizen Vigilante“. Der Film erhielt für das Kino eine FSK-18-Freigabe, für den Home-Entertainment-Bereich dagegen kein Kennzeichen.

Armie Hammer in Uwe Bolls „Citizen Vigilante“. Der Film erhielt für das Kino eine FSK-18-Freigabe, für den Home-Entertainment-Bereich dagegen kein Kennzeichen.

© Supplied by LMK/imago

Der deutsche Soziologe Niklas Luhmann befand, was man wisse, wisse man aus den Medien. Das gilt auch für vieles, was Menschen verängstigt. Häufen sich solche Darstellungen, können Vermutungen als Gewissheiten erscheinen. Schnell entsteht bei Missständen eine öffentliche Erwartungshaltung, der Staat müsse nun aktiv werden und die Norm wiederherstellen. Was, wenn das nicht geschieht?

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