Europäische Union

„Wo sind die Corona-Milliarden?“: EU-Parlament spricht von Skandal

Die EU nahm 750 Milliarden Euro Schulden für den Corona-Aufbaufonds auf. Doch laut Rechnungshof fehlt bis heute der Überblick, wohin große Teile des Geldes geflossen sind.

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Ursula von der Leyen, Präsidentin der Europäischen Kommission, gerät zunehmend in die Kritik.

Ursula von der Leyen, Präsidentin der Europäischen Kommission, gerät zunehmend in die Kritik.

© Wiktor Dabkowski/ZUMA Press Wire/dpa

Es war das größte europäische Hilfsprogramm aller Zeiten, die EU hat dafür sogar neue Schulden gemacht. Doch fünf Jahre nach dem Start des milliardenschweren Corona-Aufbaufonds ist unklar, wohin die bewilligten Mittel genau geflossen sind – und welchen Nutzen sie gebracht haben. Dies hat der europäische Rechnungshof in Luxemburg kritisiert. Das Europaparlament macht nun Druck auf die federführende EU-Kommission und droht mit Konsequenzen.

Die sogenannte Recovery and Resilience Facility (RRF) war 2021 eingeführt worden, um die Wirtschaft in der Corona-Pandemie zu stützen. Die EU nahm dafür Schulden von rund 750 Milliarden Euro auf. Der Fonds läuft im August aus, bis Januar hatte die EU-Kommission den 27 Mitgliedstaaten 577 Milliarden Euro zugesagt. Doch niemand kann genau sagen, wohin das Geld geflossen ist.

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