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ABGESCHMECKT. Heute gibt es in der Ankerklausen-Plattenküche ein ausgezeichnetes "Soul Stew". Das Rezept: 60er- und 70er-Jahre Soul, gewürzt mit Grooves, auch eine Prise Disco-Flavour ist dabei, und abgeschmeckt wird mit House, Swingbeat und reichlich HipHop. Genauso flexibel wie die Musik dieser Party, ist auch die Crew, die sich hinter dem Hamburger Soul Stew verbirgt, die mit wechselnder Besetzung an immer wieder anderen Orten für Heißes sorgen. Ankerklause, Maybachufer/Ecke Kottbusser Brücke in Kreuzberg, 21 Uhr.TROTTELIG. Mit "10 Jahre Maueröffnung" startet heute im Babylon Mitte eine Reihe mit Filmen, die sich mit dem Herbst 1989 auseinander setzen. Als Einstimmung reisen in Detlev Bucks "Wir können auch anders" zwei trottelige Wessis in den Osten, wo sie allerlei Schwierigkeiten bekommen. Babylon Mitte, Rosa-Luxemburg-Str. 30, 19 Uhr.SYMPATHISCH. Was Marilyn Monroe für die Filmwelt, war Debbie Harry lange Zeit für den Rock ein Sexsymbol, das sympathisch wirkte. Mit ihrer Band Blondie war Debbie Harry eine der Mitbegründerinnen des Punk. Nach langer, auch durch Krankheit des Gründungsmitglieds Chris Stein bedingter Pause meldeten sich Blondie im Vorjahr zurück und konnten entgegen des Comeback-Album-Titels "No Exit" beweisen, dass sich für sie noch längst nicht alle Türen geschlossen haben. Columbiahalle Columbiadamm 13-21 in Tempelhof, 20 Uhr.GEFUNKELT. Keine andere Sängerin hat sich in den letzten Jahren so gewandelt wie Tanja Ries. Mit ihrem sanften Temperament und ihrer samtweichen Stimme hat sie eine beachtliche Anhängerschar gefunden und die Berliner Musikszene entscheidend mitgeprägt. Jetzt zieht sie Bilanz: Aus ihren drei letzten Konzerten singt sie noch einmal ihre schönsten Chansons. "Bevors geschah ward ein vertrauliches Funkeln" nennt sie ihr Programm, mit dem sie heute und morgen in der Kalkscheune auftritt. Johannisstr. 2 in Mitte, 20.30 Uhr.GEFANGEN. Die Theologin Katharina Staritz unterstützte während der Nazizeit Diskriminierte und Verfolgte, vor allem bei ihrer Auswanderung. Im September 1941 wandte sie sich mit einem Rundschreiben an alle Breslauer Pfarrämter und forderte, die Juden nicht aus den Gemeinden auszuschließen. Deswegen wurde sie verhaftet und bis Mai 1943 im KZ Ravensbrück gefangen gehalten. Erstmals wird das Wirken dieser bedeutenden Widerstandskämpferin umfassend dokumentiert: "Katharina Staritz: Von der Gestapo verfolgt, von der Kirchenbehörd fallen gelassen". Der Neukirchener Verlag lädt heute zur Buchvorstellung in die Gedenkstätte Deutscher Widerstand ein. Stauffenbergstraße 13-14 in Tiergarten, 19 Uhr.

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