WOHIN IM BEZIRK

Marzahn-Hellersdorf

BLZ
5 Min

STAUNENSteinerne Richtkrone: Sie wurde zum Gedenken an die Erbauer von Marzahn gebaut und erinnert an den 2. September 1977. An jenem Tag wurde das erste Richtfest in Marzahn gefeiert. Ein scherenschnittartiges Denkmal zeigt den damaligen Jugendbrigadier Peter Zeise beim Einweisen des Kranführers zum Setzen der Jubiläumsplatte.Allee der Kosmonauten/Ecke Marchwitzastraße (S 7 bis S-Bahnhof Springpfuhl, kurzer Fußweg. Oder Straßenbahn M 8)DDR-Mobiliar: Die Wohnung mit original DDR-Einrichtung befindet sich im Erdgeschoss eines fünfgeschossigen Plattenbaus und hat es sogar in einen japanischen Berlin-Führer geschafft. Die Nachbar-Musterwohnung zeigt, wie Plattenbau-Wohnungen umgebaut werden können.Museumswohnung WBS 70: Hellersdorfer Str. 179, So 14-16 Uhr oder nach Absprache unter Tel. 0151/161 144 40).Ahrensfelder Terrassen: Aus elfgeschossigen Plattenbauten entstand ein neues Viertel mit mediterranem Flair. Die Hochhäuser wurden auf drei bis sechs Etagen gestutzt, 1 300 Wohnungen abgerissen, der Rest großzügig modernisiert.Ahrensfelder Terrassen: Havemannstraße/Rosenbecker Ring, (fünf Minuten Fußweg vom S-Bahnhof Ahrensfelde).Europaviertel: Das größte Wandbild Europas (64 000 Quadratmeter Gesamtfläche) entsteht derzeit im Gebiet um die Hellers- dorfer Promenade. Die Häuser zeigen Motive aus 45 europäischen Ländern. Die österreichische Firma Level One will das Viertel damit zur Touristenattraktion machen. Die Fassadengestaltung übernimmt die französische Künstlergruppe Cité de la Création. Eine Fassade ist schon fertig. Das Haus Stendaler Straße 30 zeigt ein Berliner Gründerzeithaus.Stendaler, Quedlinburger Straße, Hellersdorfer Promenade. (U 5, U-Bahnhof Hellersdorf, oder Straßenbahn M 6.SCHAUENSee am Kienberg: Zahlreiche Wasservögel sind an dem schilfbewachsenen Gewässer zu beobachten, darunter auch Graureiher, die dort fischen. Ein Abstecher auf den Kienberg lohnt sich, bequemer Aufstieg über Wanderweg (asphaltiert) oder etwas schwieriger, dafür kürzer, querfeldein über Trampelpfade. Bei gutem Wetter kann man bis nach Köpenick und weit ins Brandenburgische gucken.(Über Wuhlewanderweg von der Eisenacher Straße (Bus 195) oder Bahnhof Wuhletal).Gartenkunst: Im Erholungspark Marzahn ist die Welt zu Gast. Es gibt bereits einen chinesischen, einen japanischen, einen koreanischen, einen orientalischen und einen balinesischen Garten. Zwei weitere Anlagen werden derzeit angelegt. Der Japanische und der Orient-Garten sind im Winter geschlossen. Zum Trost: Tee trinken bei Yali Yu im Teehaus im China-Garten. Für original chinesische Teezeremonien muss man sich vorher anmelden, Tel. 0179/394 55 64 (oder 54 69 80, Park-Info). Achtung: Im November, Dezember, Januar und Februar ist das Teehaus nur an Wochenenden mit schönem Wetter geöffnet.Erholungspark Marzahn: Eisenacher Straße 99, November bis Februar von 9-16 Uhr, Eintritt: zwei, ermäßigt einen Euro.(S 7, S-Bahnhof Marzahn, Bus 195. Oder U 5, Cottbusser Platz, Bus 195.)Schloss und Park Biesdorf: Unternehmer Werner von Siemens ließ auf dem mehr als zehn Hektar großen Gelände Probefahrten für die erste elektrische deutsche Eisenbahn stattfinden. Seit 1927 gehören Park und Schloss der Stadt. Die Türmchenvilla wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört und nur bis zum ersten Obergeschoss wieder aufgebaut. Eine private Stiftung bemüht sich mit Erfolg um die denkmalgerechte Sanierung von Schloss Biesdorf. Der Park mit Freilichtbühne, Teepavillon, Eiskeller und Teich ist nach dem Beispiel englischer Landschaftsparks angelegt.An der Bundesstraße 1/5 Alt-Biesdorf, von 23 bis 6 Uhr ist der Park geschlossen.(S 5 Richtung Strausberg, Station Biesdorf, kleiner Fußweg).Hönower Weiherkette: Frösche und Kröten aus der Nähe zu beobachten macht vor allem Kindern Spaß. Das kann man an der Hönower Weiherkette, einem nach der letzten Eiszeit entstandenen Gewässersystem aus zwölf Seen, Teichen und Pfuhlen. Vom Beerenpfuhl kann man auf dem Wuhle-Hönow-Weg die gesamte Weiherkette bis zum U-Bahnhof Hönow durchwandern.Bester Ausgangspunkt: U-Bahnhof Hönow (Endstation U 5)BEWEGENGipfelstürmer: Der sechsseitige 17,5 Meter hohe "Wuhletalwächter" entstand aus Resten abgerissener Plattenbau-Balkone. Er ist frei zugänglich, allerdings müssen Kletterregeln, die Nutzungsordnung und evtl. Reservierungen von Gruppen beachtet werden. Klettermaterial muss mitgebracht werden. Ansprechpartner: Joachim Rosenthal, Tel. 998 87 33.Im Eiche-Park, Kemberger/Ecke Havemannstr., (S 7 nach Ahrensfelde, Bus 197, oder zehn Minuten Fußweg).Putten und Einlochen: Die schwedische City-Golf-Anlage ist als Turnieranlage anerkannt. Man spielt auf schwedischen Filzbahnen. Es gibt 18 Löcher und 11 Endkreise, die Spielbahnlänge (Fairway) beträgt 191,50 Meter.Wittenberger Straße 50, Saison vom 1. April bis 31. Oktober, außerhalb dieser vom 1. bis 31. März nur an den Wochenenden, sowie nach Vereinbarung unter Tel. (030) 93 49 73 95www.minigolf.fun.msLERNENBeim Müller: In dem Wahrzeichen des historischen Dorfes Marzahn gibt es nicht nur einen richtigen Müller, es wird auch richtig Getreide gemahlen. Besucher können bei Führungen dabei zusehen. Auch getraut wird in der Mühle - nach Müllerart. Lohnenswert für eine Besichtigung sind auch der Landmaschinenpark zu Füßen der Mühle und der Tierhof in Alt-Marzahn.Bockwindmühle Marzahn: Hinter der Mühle 4, Mo-Fr 10-12 und 13-16 Uhr, Termine vereinbaren unter Tel: 545 89 95.www.marzahner-muehle.deEin Hauch Zille: Die alte Kneipe Mulackritze, in der auch der Maler Heinrich Zille verkehrte, stand einst im Scheunenviertel. Ihr Interieur inklusive Vereinszimmer und Hurenstube befindet sich jetzt im Gutshaus Mahlsdorf, das Charlotte von Mahlsdorf vor dem Abriss rettete. Seit 1960 ist dort das Gründerzeitmuseum. Die Mulackritze kann man mieten.Gründerzeitmuseum: Hultschiner Damm 333, Tel: 567 8329.www.gruenderzeitmuseum.deAltes Gut: Der Berliner Physiker und Chemiker Franz-Carl Achard lebte von 1782 bis 1785 im Gut Kaulsdorf. Dort unternahm er die ersten Experimente zur Zuckergewinnung aus Runkelrüben. 250 Jahre später übernahm die aus St. Petersburg stammende Unternehmerfamilie Schilkin das Gut zur Spirituosenherstellung. Es gibt einen Fabrikverkauf.Schilkin GmbH&Co KG Berlin: Alt-Kaulsdorf 1 (Gutshof), Tel. 565 781 20. Werksverkauf: 565 781 65.Turmmuseum: Nur 40 Quadratmeter groß sind die drei Räume im kleinsten Museum des Bezirks unter dem Dach der Kaulsdorfer Jesuskirche. Diese gehört zu den ältesten Berliner Gotteshäusern. Das Turmmuseum zeigt Dokumente zur Kirchengeschichte, aber auch das ausrangierte Werk der früheren Turmuhr.Jesuskirche Kaulsdorf: Dorfstr. 12, Tel: 567 72 33. Führungen im Turmmuseum nur nach Vereinbarung.------------------------------Foto: Das Einkaufszentrum Eastgate.------------------------------Foto: Ein Hauch Exotik: orientalischer Garten im Freizeitpark.

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