WOHIN IM BEZIRK

Mitte

BLZ
4 Min

STAUNENJunges: Auf internationalen Trassen bewegt sich die boomende Kunstszene Berlins. 800 private Galerien stadtweit bringen zwar noch nicht das große Geld, aber sie verschaffen internationales Image. Und Flair. Am dichtesten drängt sich die Szene in Mitte. Herzstück sind dort die Kunst- Werke. Hier geben stets mehrere Ausstellungen Einblick in die junge internationale Kunst, vor allem Video.KunstWerke: Auguststraße 69, Di-So 12-19 Uhr, Do bis 21 Uhr.Fernöstliches: Das Reich der Mitte ist in der Galerie Ochs zu erleben. Junge Kunst aus China berichtet da von der erstaunlichen Malwut unter Maos Enkeln in Peking und den Provinzen.Galerie Ochs: Sophienstraße 21, Di-Fr 10-18, Sa 11-18 Uhr.Östliches: Leipziger Kunst der Nachwendezeit, inzwischen auf dem Weltparkett heiß gehandelt, wie man am Beispiel des Malers Neo Rauch sehen kann, findet ihren Ausgangspunkt meist in der Galerie Eigen+Art. Es war die erste Privatgalerie in Mitte nach 1990. Hier wird vorgeführt, dass figurative (Ost)Kunst sehr aktuell ist.Galerie Eigen+Art: Auguststraße 26, Di-Sa 11-18 Uhr.SCHAUENWindige Terrasse: Einen traumhaften Blick auf Berlin hat man von der Dachterrasse des Hotels Park Inn, sie ist erst seit kurzem geöffnet. Reichstag, Regierungsviertel, Gedächtniskirche wirken aus 128 Metern zum Greifen nah, bei gutem Wetter kann man über die Stadtgrenze hinaus sehen. Es gibt auch ein kleines Getränkeangebot - Kaffee aus Pappbechern oder Caipirinha.Aussichtsterrasse Park Inn: Alexanderplatz, bei gutem Wetter täglich 14-20 Uhr, Eintritt 3 Euro.Beschwerlicher Aufstieg: 285 Stufen führen auf die Aussichtsplattform der Siegessäule - immer im Kreis herum. Oben angekommen, hat man schon einen Drehwurm. Beruhigend wirkt dann der Blick auf den Großen Tiergarten. In den Sockelgeschossen ist zudem eine Ausstellung zur Geschichte der Siegessäule sowie zu europäischen Nationaldenkmälern zu sehen, viele Denkmäler sind als Miniaturen nachgebildet.Siegessäule: Großer Stern, Mo-Fr 9.30-17.30 Uhr, Sa, So 9.30-18 Uhr. Eintritt 2,20 Euro.www.monument-tales.deERHOLENAuf altem Pflaster: Nicht nur mit Fahrgastschiffen kann man die Spree erkunden, auch zu Fuß. Im Regierungsviertel sind an beiden Uferseiten jetzt die breiten Promenaden mit Sitzbänken und Terrassen fertig gestellt. Wie am Humboldthafen wurden oft alte Pflastersteine verwendet, die an die früheren Ladestraßen erinnern. Und wo erfrischt man sich? Vielleicht in der Gaststätte Zollpackhof nahe Moltkebrücke. Ihr dient das Kanzleramt als Kulisse, und im Biergarten steht eine gut 130 Jahre alte Kastanie.Auf alten Wegen: Idyllisch schlängelt sich die Panke durch die Wohngebiete. Aus dem Norden kommend fließt sie durch Gesundbrunnen und Mitte (dort aber meist in Kanälen), nahe Weidendammer Brücke mündet sie in die Spree. Entlang der Panke entsteht ein Grünzug, vier Kilometer sind in Gesundbrunnen gärtnerisch gestaltet - mit Sitznischen, Pergolen und Spielplätzen. Bemerkenswert ist der Abschnitt Höhe Badstraße mit der Bibliothek am Luisenbad. Auf dem Grundstück Badstraße 40 a ist das Gebäude einer Pankemühle von 1842 erhalten.EINKAUFENDuftende Sache: Ganz ungefährlich ist Seifenherstellung nicht, Natriumhydroxid und ausschließlich Pflanzenfette verwenden Xenia Trost und Erik Kormann dazu. Damit ist ihre Seife sehr hautverträglich. Nussöle und Honig etwa sind in der Marzipan-Seife drin, Kakaobutter in der Chocolat-Seife. Ihre selbst hergestellte Kollektion umfasst 20 Sorten, die je nach Jahreszeit wechseln.1 000 & 1 Seife: Rosenthaler Straße 36 (Rosenhöfe), Mo-Sa 11-19 Uhr.Musische Sache: Die Klarinette ist kaputt oder die Flöte gebrochen? Musikliebhaber sind da bei Boris Schoenherr gut aufgehoben. Er ist Spezialist für Holzblasinstrumente und betreibt seine Werkstatt seit fast 20 Jahren. Früher hat er noch selbst Instrumente gebaut, das wäre jetzt aber zu teuer. Musiker aus allen großen Orchestern der Stadt gehören zu Schoenherrs Kunden, aber auch viele Amateure. Und wer ein neues Instrument kaufen will, kann aus mehr als 100 verschiedenen Stücken wählen.Holzblasinstrumente - Meisterwerkstatt und Fachhandel: Sophienstraße 20a, Mo-Fr 9-12 und 13-18 Uhr.Brenzlige Sache: Privatfotos auf einer Kerze verewigen oder ein kleines Gemälde auf die Kerze malen lassen - das bietet Eve-Marie Takacsy in ihrem Kerzenkeller. Sie belegt Kerzenrohlinge, die sie aus Bayern und Österreich bezieht, auch mit farbigen Wachsplättchen und verziert sie mit goldenen und silbernen Wachsstreifen. Alles Handarbeit, jede Kerze ist ein Unikat, sagt die Künstlerin. Die Kunden können sich zum Beispiel für Hochzeiten auch individuelle Beschriftungen oder Motive wünschen.Kerzenkeller: Krausnickstr. 13, Di-Sa 11-20 Uhr. Tel. 24 34 24 12.

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