Großeinsatz

Wohnhausbrand in Schwerin: Ein Mann stirbt bei mutmaßlicher Explosion

Ein lauter Knall, dann Flammen aus den Fenstern. Ein Mann stirbt beim Wohnhausbrand in Schwerin. Was den Brand auslöste, ist noch offen.

3 Min
Zwei Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr stehen vor einer Feuerwache zum Einsatz bereit.

Zwei Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr stehen vor einer Feuerwache zum Einsatz bereit.

© Bernd Weißbrod/dpa

Bei einem Wohnhausbrand in der Schweriner Feldstadt ist am Donnerstagvormittag ein Mann ums Leben gekommen. In einem fünfgeschossigen Gebäude in der Seestraße brach kurz vor 10 Uhr ein Feuer aus. Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei ging dem Brand eine Explosion aus noch ungeklärter Ursache voraus. Flammen schlugen aus den Fenstern, dichter Rauch zog über mehrere Etagen.

Für Anwohner und Angehörige war es ein Schockmoment mitten am Vormittag. Einsatzkräfte fanden während der Löscharbeiten einen leblosen Mann im Haus, eine zweite Person konnte über die Drehleiter gerettet werden.

Das geschah am Vormittag in der Seestraße

Kurz vor 10 Uhr geriet am Donnerstagvormittag das Wohnhaus mit sechs Wohnungen in Brand. Zuvor kam es laut Polizei zu einer Explosion, deren Ursprung bislang nicht geklärt ist.

Die Flammen breiteten sich rasch aus. Sie beschränkten sich nicht auf eine Wohnung, sondern breiteten sich über weitere Etagen aus.

Bewohner, Nachbarn und Schaulustige sammelten sich vor dem Gebäude. Während der Löscharbeiten machten sich Atemschutzträger auf den Weg in die verrauchten Wohnungen.

Ein Toter, ein Verletzter, gerettete Tiere

Feuerwehreinsatzleiter Stefan Krohn bestätigte noch während des Einsatzes den Tod eines Bewohners. „Leider konnten wir eine Person nur tot bergen. Eine weitere wurde über die Drehleiter gerettet“, sagte er.

Die gerettete Person kam mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus. Die Identität des toten Mannes stand zunächst nicht fest und ist Gegenstand der Ermittlungen.

Aus dem Haus retteten die Einsatzkräfte außerdem einen Hund und mehrere Katzen. Insgesamt waren nach Angaben der Feuerwehr 42 Kräfte im Einsatz – darunter die Schweriner Berufsfeuerwehr, der Rettungsdienst sowie freiwillige Feuerwehren.

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Explosion oder berstende Fenster? Ursache noch unklar

Am Brandort berichteten Anwohner von explosionsartigen Geräuschen vor dem Feuer. Einsatzleiter Krohn bestätigte, dass solche Berichte eingegangen seien.

Zugleich mahnte er zur Vorsicht bei der Deutung. Bei extremer Hitze könnten auch Fenster und Türen so bersten, dass der Eindruck einer Explosion entstehe.

Die Kriminalpolizei nahm die Ermittlungen zur Ursache auf. Neben dem Kriminaldauerdienst waren auf Anordnung der Staatsanwaltschaft ein Brandsachverständiger sowie Sprengstoffermittler im Einsatz. Ein Statiker prüfte zudem, ob das Gebäude einsturzgefährdet ist.

Elf Bewohner mussten ihre Wohnungen verlassen

Das unmittelbar angrenzende Wohnhaus wurde vorsorglich evakuiert, der Bereich rund um den Brandort weiträumig abgesperrt.

Nach Angaben der Stadt Schwerin mussten elf Personen anderweitig untergebracht werden. Sie kamen laut Feuerwehr zunächst bei Angehörigen und Freunden unter. Wann die Bewohner in ihre Wohnungen zurückkehren können, war zunächst offen. Auch das hängt vom Ergebnis der Statikprüfung ab.

Gegen Mittag entspannte sich die Lage, der Brand galt als unter Kontrolle. Die Nachlöscharbeiten dauerten laut Feuerwehr aber weiter an.

Die Kriminalpolizei bittet Zeugen, die Hinweise rund um das Brandgeschehen geben können oder über Bild- beziehungsweise Videoaufnahmen verfügen, sich beim Kriminaldauerdienst in Schwerin unter der Telefonnummer 0385 5180-4720 zu melden.

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