LANKWITZ. Im Wohnprojekt für psychisch kranke Straftäter an der Leonorenstraße findet heute die Schlussbegehung durch den Berliner Psychiatriebeauftragten Heinrich Beuscher statt. "Damit können wir loslegen", sagte gestern Thomas Schneider, kaufmännischer Leiter der Gesellschaft für soziales und betreutes Wohnen (GsbW), die das Projekt betreibt. In dem Wohnprojekt sollen Menschen betreut werden, die unter dem Einfluss ihrer psychischen Erkrankung eine Straftat begangen haben. Die ersten sollen am kommenden Montag einziehen. Insgesamt 30 Männer und 15 Frauen sollen künftig dort wohnen und auf ihr Leben in Freiheit vorbereitet werden.Seit 2007 hatten Anwohner gegen das Wohnprojekt gekämpft und mehr als 8 000 Unterschriften gesammelt. Gestern zeigten sie sich "bitter enttäuscht". Sie sei sicher, dass nun die Wohnqualität abnehmen werde, erklärte Nicole Wechelmann von der Bürgerinitiative. Einige Anwohner wollten das Viertel verlassen. Weitere Aktionen gegen das Projekt seien nicht geplant. "Wir lösen uns zwar nicht auf, sind aber müde geworden", so Wechelmann.Unterstützt worden war das Projekt vom Senat. Er hatte dem Bezirk auch die Zuständigkeit dafür entzogen. Nach dem Willen des Senats soll ein Beirat die Arbeit des Projekts begleiten, auch Anwohner sollen ihm angehören. "Die genaue Zusammensetzung steht aber noch nicht fest", sagte die Gesundheitsstadträtin von Steglitz-Zehlendorf Barbara Loth (SPD). (cls.)
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