Wohnungsbaugesellschaft saniert Fassaden

Die Platte im Nikolaiviertel erhält eine Farbkur

BLZ
2 Min

MITTEFassadenkur für das Nikolaiviertel mitten im Herzen Berlins: Die Wohnungsbaugesellschaft Mitte (WBM) will in den kommenden drei Jahren den inzwischen ergrauten Plattenbauten wieder Farbe geben. Das Pilothaus an der Poststraße/Ecke Rathausstraße ist fast fertig und erstrahlt jetzt wieder in hellem Gelb und Grau."Wir wollen mit den neuen und hellen Fassaden das Nikolaiviertel noch attraktiver machen", sagt WBM-Geschäftsführer Falk Jesch. Seine Gesellschaft will dabei behutsam vorgehen, damit die Besonderheiten des einstigen DDR-Vorzeigeviertels erkennbar bleiben. Zur 750-Jahr-Feier Berlins wurden die teilweise unter Denkmalschutz stehenden Reste des alten Viertels rings um die Nikolaikirche wiederaufgebaut und mit Plattenbauten ergänzt.Die Fassaden dieser Häuser mit etwa 800 Wohnungen sind nach zehn Jahren allerdings ergraut. "Wir müssen jetzt unbedingt was tun", so Jesch. Neben den Wänden sollen auch die Fenster sowie die Dachgauben von außen gestrichen werden. Gleichzeitig werden die Treppenhäuser renoviert. Insgesamt zehn Millionen Mark will die WBM in die Verschönerungskur für die Platte im Nikolaiviertel stecken.Das erste Gebäude mit dem ehemaligen Restaurant Schwalbennest ist nahezu fertig. Es wurde von der Firma Euroteam ­ sie hat sich auf die Sanierung von Plattenbauten spezialisiert ­ instand gesetzt. Dabei wurden die Betonplatten saniert, Fugen abgedichtet und die Wände neu gestrichen. "Dieses Haus im Nikolaiviertel ist für uns die Krönung bei der Instandsetzung von Plattenbauten", sagt Klaus-Jürgen Jahn, Geschäftsführender Gesellschafter von Euroteam.Die Arbeiten hat die Firma für das Haus an der Poststraße auf eigene Kosten (etwa 70 000 Mark) ausgeführt. Das Farbkonzept wurde zuvor mit der Wohnungsbaugesellschaft und dem ehemaligen Chefarchitekten für den Wiederaufbau des Nikolaiviertels, Günter Stahn, abgestimmt. Bei den Malerarbeiten hat Euroteam auch Auszubildende des Berufsförderungswerkes Neuenhagen eingesetzt. "Mit dem Ergebnis sind wir außerordentlich zufrieden", so Jesch.Noch in diesem Jahr will die WBM auch die Fassaden der Häuser Rathausstraße 23 und 25 sowie Spreeufer 6 in Angriff nehmen. Dazu findet derzeit eine Ausschreibung statt. WBM-Geschäftsführer Jesch hofft, durch die Verschönerungskur auch neue Ladenmieter für das Nikolaiviertel zu finden. Derzeit stehen von den insgesamt 22 Geschäften vier leer.Uwe Aulich

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