HELLERSDORF. Der Streit um den Boulevard Kastanienallee scheint beigelegt: Das Bezirk wird die mehrere hundert Meter lange Fußgängerzone kostenlos an die Wohnungsbaugesellschaft (WoGeHe) übergeben, teilte Bürgermeister Uwe Klett (PDS) mit. Klett hatte am Donnerstag nach eigenen Angaben in einem Gespräch mit WoGeHe-Geschäftsführer Jack Gelfort den letzten strittigen Punkt ausgeräumt. Danach wird der Spielplatz auf dem Boulevard bei der Flächenübergabe zunächst ausgeklammert und weiter vom Bezirk verwaltet, sagte Klett. Die Vertragsvorbereitungen würden von seiten des Bezirksamtes jetzt "mit höchster Dringlichkeit" vorangetrieben, versicherte der Bürgermeister. Ebenfalls am Donnerstag hatten Geschäftsleute vom Boulevard Kastanienallee vor dem Rathaus gegen die ihrer Meinung nach vom Bezirksamt betriebene "Blockadehaltung" protestiert. Sie fordern seit zwei Jahren eine Übernahme der parkähnlichen Freifläche vor ihren Geschäften durch die WoGeHe. Das Unternehmen hatte angekündigt, den Boulevard zu modernisieren.Der Vorsitzende der Händlergemeinschaft, Peter Lindner, gab sich am Freitag verhalten optimistisch. "Für uns ist wichtig, daß der Vertrag jetzt schnell unterzeichnet wird, damit die WoGeHe ihre Zusagen realisieren kann." Dazu gehöre, den Brunnen wieder in Gang zu setzen und die Grünflächen zu pflegen. Der Boulevard war 1993 bis 1995 mit öffentlichen Mitteln angelegt worden. (rb.)
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