Im Streit um das 2 720 Quadratmeter große Werbeplakat am Turm der Marienkirche ist eine Lösung in Sicht. Die Wohnungsbaugesellschaft Mitte (WBM) hat sich auf Bitte von Mittes Baustadtrat Thomas Flierl (PDS) bereit erklärt, die Werbung zu übernehmen und sie an einem benachbarten Wohngebäude zu Gunsten der Marienkirche anzubringen. Die Werbung hatte die Marienkirche vor eineinhalb Wochen ohne Genehmigung des Bezirks aufgehängt, um mit den Einnahmen die Sanierung des Kirchturms zu finanzieren. Flierl hatte daraufhin angeordnet, dass die Werbung bis 16. Juni abgenommen werden muss und der Kirche vorgeworfen, dass sie sich prostituiere und anschaffen gehe. "Meine drastischen Worte haben die Kirchenleute verletzt. Das habe ich nicht beabsichtigt und deshalb bitte ich sie um Verzeihung", sagte Flierl. Der Baustadtrat regte bei Bund und Land an, die östliche Fassade des Palastes der Republik für den von der Kirche vertraglich vereinbarten Zeitraum von vier Monaten als Werbefläche zu nutzen. (ua.)
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