Manja hat wirklich nicht viel Geld, viele würden sie sicher als arm bezeichnen. Aber an diesem Tag ist sie extra nach Berlin gekommen – immerhin aus der Eifel, kurz vor der belgischen Grenze, fast 700 Kilometer entfernt. Manja ist so etwas wie eine selbsternannte Botschafterin, eine Sprecherin für Obdachlose.
An diesem Tag ist ein Treffen in Berlin, bei dem über dieses dramatische gesellschaftliche Problem gesprochen werden soll. Die Wohnungslosen-Stiftung Berlin hat eingeladen, und auch Manja ist gekommen, dazu Politiker, Leute von Hilfsorganisationen, Medienvertreter. Der gängige Vorwurf der Helfer an die Gesellschaft lautet: Wenn überhaupt, dann wird nur über Obdachlose geredet – quasi über deren Köpfe hinweg, aber nicht mit ihnen.
UPDATE
Armut
Sie werden meist übersehen in Berlin: Obdachlose Frauen mit Kindern
Manja war acht Jahre ohne eigene Bleibe. Sie musste nicht nur selbst durchkommen, sondern hatte auch zwei Kinder. Sie entschied sich für drastische Schritte.
Kira Fasbender
6 Min
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Arm in Arm: Michael und seine Mutter Manja
© Kira Fasbender/Berliner Zeitung
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