Leerstand

Verzweiflung in Berlin, Geisterblöcke in Brandenburg: Das große Wohnungs-Paradoxon

In Teilen Brandenburgs stehen bis zu 20 Prozent der Verbandswohnungen leer. Eine Stadtforscherin und eine BBSR-Studie erklären, warum neue Jobs kaum Zuzug bringen.

Katharina Erschov
Katharina Erschov
6 Min
Blick auf Eisenhüttenstadt: Im April 2021 wurde ein Plattenbau aus DDR-Zeiten abgerissen – einer von vielen.

Blick auf Eisenhüttenstadt: Im April 2021 wurde ein Plattenbau aus DDR-Zeiten abgerissen – einer von vielen.

© Lakomski/Eibner-Pressefoto/imago

Fast 68.000 Wohnungen haben die Mitgliedsunternehmen des Verbands Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen (BBU) zwischen 1998 und 2025 in Brandenburg abreißen lassen. Trotzdem bleibt der Leerstand in manchen Regionen hoch: Im Landkreis Oder-Spree stehen heute fast zehn Prozent der BBU-Wohnungen leer, in Spree-Neiße beinahe 20 Prozent.

Während sich in Berlin und Potsdam Hunderte Menschen um eine freie Wohnung bewerben, bleiben andernorts ganze Wohnblöcke unbewohnt. Besonders im Süden und Südosten sowie in Teilen Nordbrandenburgs finden Wohnungsunternehmen kaum noch neue Mieter.

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