Populismus war im letzten Jahrzehnt in Europa vor allem rechtsreaktionär. Mittlerweile wollen aber auch diejenigen, die sich politisch links und progressiv wähnen, in emotionsgetriebene Empörung ausbrechen dürfen. Dafür gibt es einen Markt, und einige Medien bedienen diese Klientel: endlich auch mal Wutbürger sein dürfen, nur mit der vermeintlich moralisch richtigen Position im Hintergrund.
Medien wie Correctiv oder Volksverpetzer arbeiten aktiv mit populistischen Mitteln, sind gerichtlich verbriefte Meinungsmacher, tragen aber eine angebliche Orientierung an den Fakten, an der Wissenschaftlichkeit und an der journalistischen Sorgfalt wie eine Monstranz vor sich her. Daraus machen sie nicht einmal einen Hehl. Volksverpetzer gibt offen zu: „Wir haben uns bewusst entschieden, auf Emotionen zu setzen, um Faktenchecks genau da viral gehen zu lassen, wo sie es normal schwer haben: In (sic) sozialen Medien. Wir nutzen die Methoden der Fake-Verbreiter gegen sie.“
Rechtsstreit
Wokulismus: Der Populismus der Faktenchecker
Ein Gespenst geht um im digitalen Europa: der Populismus der Woken, Guten und moralisch Unangreifbaren. Das bestätigen sogar die Gerichte, ohne es zu wissen.
8 Min
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Gerichtsstreit: Ein Oberlandesgericht behandelt die beanstandeten Aussagen über die OAZ als Meinung und verschärft damit die Debatte über Kontrollmedien.
© Fotoillustration: Ostdeutsche Allgemeine. Fotos: Imago
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