Der stellvertretende FDP-Vorsitzende Wolfgang Kubicki hat angekündigt, Ende Mai für den Bundesvorsitz seiner Partei zu kandidieren. Gegenüber der Bild-Zeitung sagte der Politiker: „Ich will eine Partei, die mit neuem Selbstbewusstsein die politischen Debatten in diesem Land anführt, statt ihnen hinterherzulaufen“.
Die FDP hatte bei den Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg herbe Verluste einstecken müssen. In beiden Bundesländern scheiterte die Partei an der Fünf-Prozent-Hürde. Zuvor war die FDP bei der Bundestagswahl 2025 aus dem Bundestag geflogen. Der damalige Parteichef Christian Lindner zog sich aus der Politik zurück.
Kubicki fordert FDP-Vorsitzenden Dürr heraus
Als Konsequenz hatte der Bundesvorstand um den derzeitigen Vorsitzenden Christian Dürr im März beschlossen, beim Parteitag im Mai geschlossen zurückzutreten. Dürr kündigte aber an, wieder für den Vorsitz kandidieren zu wollen. Ihn will Kubicki jetzt herausfordern.
„Deshalb werde ich den Delegierten meiner Partei im Mai ein Angebot machen, bei dem sie sicher sein können: Ich werde alles tun, die Partei wieder erfolgreich zu machen“, so Kubicki. Martin Hagen, früherer Fraktionschef der bayerischen FDP, soll Martin neuer Generalsekretär werden.
Deutschland warte „nicht auf eine FDP, die sich in akademischen Diskussionen verzettelt, sondern auf eine, die dieses Land groß gemacht hat: klar im politischen Inhalt und ebenso klar in der Sprache. Für die Freiheit“, so Kubicki weiter.
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Im Herbst findet Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt sowie die Abgeordnetenhauswahl in Berlin statt. Im Berliner Abgeordnetenhaus sitzt die FDP nicht mehr, ein Wiedereinzug gilt aktuellen Umfragen zufolge als eher unwahrscheinlich. In Mecklenburg-Vorpommern droht die FDP Befragungen zufolge, aus einem weiteren Landesparlament zu fliegen.
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