Brontë ohne Trost

Slavoj Žižek: „Wuthering Heights“ erzählt Liebe als toxische Selbstzerstörung

Unser Autor hat Emerald Fennells „Wuthering Heights“ gesehen. Er entdeckt in dem Film eine tiefgreifende, verstörende Botschaft.

Slavoj Žižek
11 Min
Jacob Elordi und Margot Robbie in dem Film „Wuthering Heights“.

Jacob Elordi und Margot Robbie in dem Film „Wuthering Heights“.

© dpa

Lassen Sie mich zunächst meine Karten auf den Tisch legen: Für jedes Kapitel von „Wuthering Heights“ bin ich bereit, alles, was Jane Austen jemals geschrieben hat, auf dem Scheiterhaufen zu verbrennen. Austen steht für ungiftige, zivilisierte Liebe, die sich durch Selbstbeherrschung, rationale Überlegungen und Zurückhaltung entwickelt – unhöfliche Worte und direkte Brutalität haben in ihrem Werk keinen Platz, während Brontës Thema die toxische Liebe ist, die zwangsläufig in Selbstzerstörung endet.

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