Die Straßenbahn riecht ziemlich neu, und sie ist sehr lang. Die neue XXL-Tram für Berlin hat am Mittwoch erstmals Fahrgäste befördert. Am Morgen nahm der erste Urbanliner den Alltagstestbetrieb auf. Später wurde eine weitere Bahn erspäht. Der Start erfolgte heimlich, still und leise, ohne Zeremonie. Die offizielle Feier folgt am 15. Juli.
Fast 51 Meter: So eine lange Straßenbahn ist noch nicht durch Berlin gefahren. Mit 92 Sitz- und 220 Stehplätzen soll der Urbanliner auf der elf Kilometer langen Linie M4 zwischen Mitte und Hohenschönhausen die Kapazität erhöhen. Die Investition ist gerechtfertigt. Das zeigte der erste Einsatztag bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG).
Trotz des großen Fassungsvermögens waren die neuen Neunteiler am Mittwoch gut gefüllt. So war im Urbanliner 5005, der den Alexanderplatz kurz vor 13 Uhr in Richtung Sulzfelder Straße verließ, fast kein Sitzplatz frei. Zahlreiche Fahrgäste fuhren im Stehen. Auch die beiden großen Mehrzweckabteile lohnen sich offensichtlich.
Nahverkehr
Neue XXL-Straßenbahn erstmals in Berlin unterwegs: So fährt es sich im Urbanliner der BVG
Ganz schön geräumig. Und wirklich sehr lang. Ab sofort können Fahrgäste auf der Linie M4 zwei neue Trams testen. Mehr als 300 Menschen haben Platz.
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Ganz schön lang: Urbanliner 5005 hält am Mittwoch in Mitte. Wegen einer Baustelle endet die Fahrt an der Sulzfelder Straße in Weißensee.
© Peter Neumann/Berliner Zeitung
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