Abgeordnetenhauswahl

Ein Shoah-Überlebender sorgt sich um Berlin – Rabbiner Teichtal: „Jetzt ist die Zeit für Taten“

Nach der Wahl fordert Rabbiner Yehuda Teichtal von jeder Partei, die in Berlin mitregieren will, klare Taten gegen Antisemitismus. Ein Interview.

5 Min
Rabbiner Yehuda Teichtal: „Im Wahlkampf gab es beim Thema Antisemitismus Grenzüberschreitungen, und die waren öffentlich.“

Rabbiner Yehuda Teichtal: „Im Wahlkampf gab es beim Thema Antisemitismus Grenzüberschreitungen, und die waren öffentlich.“

© Emmanuele Contini

Viele Jüdinnen und Juden in Berlin blicken mit Sorge auf die Zeit nach der Abgeordnetenhauswahl. Rabbiner Yehuda Teichtal, Gründer und Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde Chabad Berlin, erwartet von einer Partei, die Regierungsverantwortung übernehmen will, mehr als Bekenntnisse. Er fordert die klare Abgrenzung von antisemitischen Stimmen in den eigenen Reihen und ein Bekenntnis zum Existenzrecht Israels.

Im Gespräch mit der Berliner Zeitung berichtet er von einem Shoah-Überlebenden, der sich ihm anvertraut hat. Er erklärt aber auch, warum an Jom Kippur mehr als 2000 Menschen in seine Synagogen kamen und er optimistisch bleibt.

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