Bei der Deutschen Bahn kriselt es derzeit an vielen Stellen. Erst am Dienstag gab der Konzern bekannt, dass er im ersten Halbjahr 2025 einen Verlust in dreistelliger Millionenhöhe verzeichnet hat. Bahnfahren ist derzeit für viele wenig attraktiv – und laut einer neuen YouGov-Umfrage in Zusammenarbeit mit Statista droht dem Unternehmen vor allem der Verlust einer wichtigen Zielgruppe: der jungen Erwachsenen.
Demnach empfinden 83 Prozent der Befragten im Alter von 18 bis 24 Jahren die Ticketpreise als deutlich zu hoch. Doch auch in der Gesamtbevölkerung ist die Unzufriedenheit groß: 65 Prozent der Befragten halten die aktuellen Preise für unangemessen. Zusätzlichen Unmut löst die Prognose der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) aus, wonach die Ticketpreise in nächster Zeit weiter steigen könnten.
Deutsche Bahn mit Verlust in dreistelliger Millionenhöhe im ersten Halbjahr
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Junge Menschen schauen sich nach Alternativen um
Viele junge Menschen ziehen daraus bereits Konsequenzen – mit potenziell langfristigen Folgen für die Bahn. Über die Hälfte der 18- bis 24-Jährigen (53 Prozent) wählt inzwischen lieber das Auto – was nicht zuletzt klimapolitisch bedenklich ist. 17 Prozent nutzen das günstigere Deutschlandticket, zehn Prozent fliegen und acht Prozent fahren mit dem Fernbus. Vor allem junge Männer zeigen sich dabei konsequent: 63 Prozent von ihnen nutzen lieber das Auto als die Bahn.
Auch bei den Verbesserungsvorschlägen zeigen sich klare Tendenzen. Für die Mehrheit steht fest: Der Preis ist wichtiger als der Komfort. 53 Prozent fordern deutlich günstigere Ticketpreise. Weitere häufig genannte Wünsche sind eine bessere Taktung der Züge (33 Prozent), ein Ausbau des Streckennetzes (33 Prozent) sowie mehr Investitionen in die Infrastruktur (32 Prozent).
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