Wirtschaft

Zahl der Arbeitslosen stagniert bei über drei Millionen: Mehr Menschen erhalten Unterstützung

Die Frühjahrsbelebung auf dem deutschen Arbeitsmarkt beginnt in diesem Jahr „ohne nennenswerten Schwung“. Die Zahl der Menschen ohne Arbeit bleibt praktisch unverändert.

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Der Arbeitsmarkt in Deutschland stagniert weiterhin.

Der Arbeitsmarkt in Deutschland stagniert weiterhin.

© Tim Wegner/epd

Die Arbeitslosigkeit in Deutschland ist im März zwar gesunken, verharrt jedoch oberhalb der Drei-Millionen-Schwelle. Wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Dienstag in Nürnberg mitteilte, ging die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Februar um 49.000 auf 3.021.000 zurück.

Die Arbeitslosenquote fiel um 0,1 Prozentpunkte auf 6,4 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sind allerdings 54.000 Menschen mehr ohne Beschäftigung.

Agentur für Arbeit: Zahl der Arbeitslosen praktisch unverändert

„Im März beginnt wie üblich die Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt – dieses Jahr allerdings ohne nennenswerten Schwung“, sagte BA-Vorstandsvorsitzende Andrea Nahles bei der monatlichen Pressekonferenz. Saisonbereinigt – also unter Herausrechnung jahreszeitlicher Effekte – blieb die Arbeitslosenzahl gegenüber dem Vormonat unverändert. Konjunkturelle Impulse für eine Erholung sieht die Bundesagentur derzeit nicht.

Die Bundesagentur für Arbeit verzeichnete den stärksten März-Rückgang seit drei Jahren. In den Jahren 2023 bis 2025 war die Arbeitslosigkeit im selben Monat jeweils weniger deutlich zurückgegangen.

Im März erhielten laut Hochrechnung der BA rund 1,104 Millionen Menschen Arbeitslosengeld – 98.000 mehr als im gleichen Monat des Vorjahres. Die Zahl der erwerbsfähigen Bürgergeldberechtigten belief sich dagegen auf 3,82 Millionen und lag damit um 147.000 unter dem Vorjahreswert. Sieben Prozent der in Deutschland lebenden Personen im erwerbsfähigen Alter waren damit auf staatliche Hilfe angewiesen. Viele Bürgergeldempfänger gehen einer Erwerbstätigkeit nach, verdienen jedoch nicht genug, um ihren Lebensunterhalt vollständig selbst zu bestreiten.

Auch die Erwerbstätigkeit insgesamt ging zurück: Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes sank die Zahl der Erwerbstätigen im Februar saisonbereinigt um 12.000 gegenüber dem Vormonat. Mit 45,66 Millionen lag sie um 119.000 unter dem Vorjahreswert. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung fiel von Dezember 2025 auf Januar 2026 saisonbereinigt um 30.000 auf 34,75 Millionen – ein Minus von 72.000 im Jahresvergleich.

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Wenig Nachfrage nach Arbeitskräften

Die Nachfrage nach Arbeitskräften hat sich laut BA auf einem niedrigen Niveau stabilisiert. Im März waren 638.000 offene Stellen bei den Arbeitsagenturen gemeldet, 5000 weniger als vor einem Jahr.

Bei der Kurzarbeit zeichnet sich eine Entspannung ab: Im Januar 2026 erhielten 136.000 Beschäftigte konjunkturelles Kurzarbeitergeld – 141.000 weniger als ein Jahr zuvor.

Auf dem Ausbildungsmarkt klafft weiterhin eine Lücke. Seit Oktober 2025 haben sich 332.000 junge Menschen für eine Ausbildungsstelle gemeldet. 213.000 von ihnen hatten bis März weder eine Lehrstelle noch eine Alternative gefunden – obwohl rechnerisch mit 366.000 gemeldeten Ausbildungsplätzen mehr Stellen als Bewerber vorhanden sind. Die BA wies allerdings darauf hin, dass die Zahl der gemeldeten Ausbildungsstellen aufgrund technischer Umstellungen derzeit nicht vollständig erfasst wird. Die tatsächliche Zahl dürfte Schätzungen zufolge um etwa acht Prozent höher liegen.

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