Das ZDF besetzt die Leitung seines Auslandsstudios in New York neu. Der bisherige Moskau-Korrespondent Armin Coerper folgt auf Nicola Albrecht, die ins Landesstudio Berlin wechselt. Albrecht war nach heftiger Kritik im Februar abberufen worden.
Coerper übernimmt zum 1. September die Leitung des ZDF-Studios in New York. ZDF-Chefredakteurin Bettina Schausten erklärte laut Mitteilung, mit Coerper habe man „einen hervorragenden Journalisten und eine erfahrene Führungskraft für das Studio New York gewonnen“. Coerper verfüge über umfangreiche Erfahrung in der Auslandsberichterstattung.
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Coerpers Vorgängerin wurde nach Kritik abberufen
Vor seiner Zeit in Moskau war Coerper von 2016 bis 2023 Redakteur beim Politmagazin „frontal“. Von 2011 bis 2016 leitete er bereits das ZDF-Studio in Warschau. Als Reporter der Hauptredaktion Aktuelles berichtete er nach Senderangaben 2008 aus den USA über die Wahl von Barack Obama zum Präsidenten. Hinzu kommen den Angaben zufolge Korrespondenteneinsätze in Tel Aviv, Kairo, Singapur, London, Paris, Wien und New York.
Das ZDF-Studio in New York liefert nach Senderangaben Berichte, Analysen und Live-Schaltungen zu politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Themen aus den USA und Kanada. Einen Schwerpunkt bildet die Berichterstattung über die Vereinten Nationen.
Coerper folgt auf Nicola Albrecht, die das Studio in New York bis Februar 2026 leitete. Albrecht wechselt zum 1. September ins ZDF-Landesstudio Berlin und wird dort als Redakteurin und Reporterin für verschiedene Sendungsformate tätig sein, wie das ZDF mitteilte.
Albrecht wurde im Februar nach heftiger Kritik an der Verwendung eines KI-generierten Fake-Videos in einem Nachrichtenbeitrag mit sofortiger Wirkung von ihrer Stelle abberufen. In dem Beitrag ging es um die Einsätze der US-Einwanderungsbehörde ICE. Auf den Bildern war unter anderem zu sehen, wie eine Frau und zwei Kinder auf der Straße von Einsatzkräften abgeführt werden. Die Redaktion habe den Fehler korrigiert und das Video entsprechend angepasst, hieß es in einem Statement des ZDF später. „In den KI-Grundsätzen des ZDF ist festgelegt, dass KI-generiertes Bildmaterial immer transparent gekennzeichnet wird.“ Weiter schrieb der Sender: „Eine weitere Sequenz, in der ein Kind abgeführt wird, ist zwar real, stammt aber aus einem anderen Kontext aus dem Jahr 2022“. Das KI-Material habe „aus dem Netz“ gestammt.
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