Zehn Architektengruppen machen sich jetzt Gedanken darüber, wie die Nordbrücke in der geplanten Wasserstadt Oberhavel aussehen soll. Sie nehmen an dem beschränkten Wettbewerb teil, den die Senatsbauverwaltung ausgeschrieben hat.Die Teilnehmer, unter ihnen Architekten aus Berlin, Potsdam, Düsseldorf, Stuttgart und München, müssen ihre Entwürfe bis zum 16. Oktober abgegeben haben. Die zirka 200 Meter lange Nordbrücke wird in Verlängerung der Rauchstraße die Havel überspannen und Hakenfelde mit dem nördlichen Teil Haselhorsts verbinden. Nach den Vorstellungen der Senatsbauverwaltung soll die Bebauung "unmittelbar bis an die Rampe herangehen", heißt es in der Ausschreibung. Auch "städtische Funktionen", zum Beispiel Parken, seien im Bereich der Nordbrücke möglich. Mit dem Baubeginn wird 1997, mit der Fertigstellung Ende 2000 gerechnet. Das Projekt soll 70 Millionen Mark kosten.Die Breite der Nordbrücke beträgt 33,60 Meter. In der Mitte sind zwei Gleise für eine Niederflurstraßenbahn vorgesehen. Dieses Verkehrsmittel, das unter anderem in Bremen und in Berlin auf der Linie 20 eingesetzt wird, verfügt über besonders niedrige Einstiege. Die Straßenbahn soll in einigen Jahren das Rathaus Spandau mit dem U-Bahnhof Haselhorst verbinden - allerdings ist die Finanzierung der Linie noch nicht gesichert. Zu beiden Seiten sind jeweils zwei Fahrspuren für Kraftfahrzeuge, ein Weg für Fußgänger und ein weiterer für Fahrradfahrer geplant. Frühere Überlegungen, Passanten und Radler auf eine Seite der Brücke zu verbannen, sind damit zu den Akten gelegt worden. Für diesen Fall hätten zusätzliche Ampeln installiert werden müssen, so Thomas Scheunemann, Vorsitzender des Wasserstadt-Ausschusses. "Der Verkehr würde sich dann zu beiden Seiten der Nordbrücke stauen", sagt er. Mit dem Bau der 270 Meter langen und 18 Meter breiten Südbrücke, die von der Südspitze der Maselake zur Rhenaniastraße führt, soll dieses Jahr begonnen werden. +++
Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]