Erdbeben in Japan

Zehn Jahre Fukushima: Das Beben, das die Drehung der Erde beschleunigte

Das große Erdbeben in Japan von März 2011 hat nicht nur gewaltige Zerstörungen angerichtet. Es beschleunigte die Erdrotation und verschob Japan um 2,40 Meter.

Torsten Harmsen
Torsten Harmsen
5 Min
Das große Erdbeben in Japan vom 11. März 2011 hat nicht nur einen Tsunami ausgelöst, der Schiffe wie Spielzeuge umherwarf, hier im Fischereihafen der Stadt Kesennuma. Es verschob auch ganz Japan und sogar die Erdachse.

Das große Erdbeben in Japan vom 11. März 2011 hat nicht nur einen Tsunami ausgelöst, der Schiffe wie Spielzeuge umherwarf, hier im Fischereihafen der Stadt Kesennuma. Es verschob auch ganz Japan und sogar die Erdachse.

© dpa/Kimimasa Mayama

Was sich unglaublich anhört, ist durchaus erklärbar. Denn die Erde ist kein starres Gebilde. Und man muss sich klarmachen, was damals an ungeheuren Kräften freigesetzt wurde. Japan liegt in einer der aktivsten Regionen der Plattentektonik. Vier Erdplatten stoßen hier zusammen und verschieben sich. Beim Japangraben schiebt sich die Pazifische Platte unter den südlichsten Ausläufer der Nordamerikanischen Platte. Es sind jährlich etwa 8,3 Zentimeter. Dies passiert aber nicht gleitend, denn Platten verhaken sich, die Bewegung stockt. Riesige Spannungen bauen sich auf, die sich von Zeit zu Zeit in Erdbeben entladen.

Werden Sie Teil des Ostablishments.

Sie haben bereits ein O+ Abo?

*