Der ostdeutsche Kinderwagenhersteller Zekiwa aus Kretzschau in Sachsen-Anhalt hat Insolvenz angemeldet. Wie die Mitteldeutsche Zeitung berichtete, gehörte das Unternehmen einst zu den größten Kinderwagenherstellern Europas.
„In den vergangenen Monaten war die wirtschaftliche Entwicklung durch rückläufige Umsätze, steigende Kosten und eine anhaltende Ergebnisbelastung geprägt“, so das Unternehmen. Insbesondere der Geburtenrückgang wirke sich spürbar auf die Nachfrage aus.
Zekiwa war größte Kinderwagenfabrik Europas
Zu Zeiten der DDR produzierte die Fabrik für den gesamten Raum des Rats für die gegenseitige Wirtschaftshilfe (RGW), zu dem zahlreiche sozialistische Staaten gehörten. Aber auch für westdeutsche Unternehmen wie Neckermann produzierte Zekiwa und wurde so zur größten Kinderwagenfabrik Europas. In ihrer Hochzeit fertigte sie mit 2200 Mitarbeitern jährlich 450.000 Kinder- und 160.000 Puppenwagen.
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Die Produktion wurde nach der Wende großteils ins Ausland verlagert, der Firmensitz von Zeitz ins nahe Döschwitz. Vertrieb und Entwicklung des Unternehmens sind in Kretzschau im Burgenlandkreis angesiedelt. Die Produktion finde aber weitgehend in Osteuropa statt, heißt es.
Der Geschäftsbetrieb laufe uneingeschränkt weiter, berichtete so das Medium weiter. Das Unternehmen habe den Magdeburger Sanierungsexperten Nico Kämpfert unter anderem mit der Investorensuche beauftragt.
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