100 Jahre Weltstadt Berlin

Zentralfriedhof Friedrichsfelde: Wo die Sozialisten ruhen

Der Friedhof erzählt viel über die Stadtgeschichte Berlins. Hier fanden Revolutionäre und Widerstandskämpfer, Spione und Künstler ihre letzte Ruhe.

11 Min
Die Gedenkstätte der Sozialisten wurde im Januar 1951 eingeweiht. DDR-Präsident Wilhelm Pieck entschied zunächst, wer dort bestattet werden sollte. Das Gedenken an die Toten wurde zu einer Selbstinszenierung der SED-Führung.

Die Gedenkstätte der Sozialisten wurde im Januar 1951 eingeweiht. DDR-Präsident Wilhelm Pieck entschied zunächst, wer dort bestattet werden sollte. Das Gedenken an die Toten wurde zu einer Selbstinszenierung der SED-Führung.

© imago images / Jürgen Ritter

Es befindet sich auf dem Friedhof der Sozialisten, der zum Zentralfriedhof Friedrichsfelde gehört. Schehr war der zweite Mann der in Nazideutschland im Untergrund arbeitenden Kommunistischen Partei, die Geheime Staatspolizei ermordete ihn. Auf dem Friedhof der Sozialisten, einem Ehrenhain, fand er seine letzte Ruhestätte, ebenso seine mit ihm getöteten Genossen Rudolf Schwarz, Erich Steinfurth und Eugen Schönhaar. Sie alle sind in dem Rondell beerdigt, das von einer Ringmauer begrenzt wird und in dessen Mitte ein Monolith steht. Darauf zu lesen ist: „Die Toten mahnen uns.“

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