ALTLANDSBERG: Eine Gruppe von etwa 250 französischen Roma hat auf ihrem Weg nach Hamburg mehr als eine Woche auf einer Wiese inmitten von Altlandsberg verbracht. Wie Mitglieder der aus der Nähe von Strasbourg stammenden Sippe "Tschura" dem Bürgermeister von Altlandsberg, Ravindra Gujjula, sagten, haben sie während ihres Stopps das Konzentrationslager Sachsenhausen besucht. Dort seien zwei ihrer Angehörigen während der Nazizeit ums Leben gekommen. Auch im KZ Dora/Nordhausen seien mehrere Mitglieder der Sippe gestorben. Der in Indien geborene Gujjula, seit 1993 Bürgermeister, hatte die Roma-Gruppe am Dienstag nachmittag aufgesucht, nachdem eine Gruppe Jugendlicher am Montag abend mit Mopeds und Motorrädern wild durchs Lager gefahren war und für Angst unter den Insassen gesorgt hatte. Gujjula bezweifelte, daß dies Jugendliche aus der Stadt gewesen seien. "Ich habe dunklere Hautfarbe als Sie, und die Einwohner haben mich zum Bürgermeister gewählt", sagte er. Er schloß Fremdenfeindlichkeit in Altlandsberg aus.Die Roma waren mit rund 50 Wohnwagen angereist. (md.)
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