Die USA könnten ihren Weltmachtstatus nicht ohne Kredite finanzieren. Laut US-Finanzministerium belaufen sich die Schulden der Vereinigten Staaten mittlerweile auf über 35 Billionen Euro. Das sind mehr als doppelt so viele Kreditgelder wie noch vor zehn Jahren. Die US-Regierung zahlt 2026 mehr als 900 Milliarden Euro allein für Zinsen. Damit liegen die Zinskosten sogar 100 Milliarden Euro über dem diesjährigen Verteidigungsetat.
Die Kreditgeber der USA werden unsicher und fordern mehr Rendite, um den amerikanischen Staat zu finanzieren. Und anders als noch in den 2010er-Jahren treibt auch die zunehmende Inflation die Zinsen. So beträgt der Zins etwa auf zehnjährige US-Staatsanleihen derzeit 5,3 Prozent.
Doch die USA laufen trotz ihrer Rekordschulden mittelfristig nicht Gefahr, pleitezugehen. Denn die Vereinigten Staaten verschulden sich überwiegend in ihrer eigenen Währung: dem Dollar, der immer noch weltweit als Leitwährung gilt. Die USA können also ihre Schulden in der eigenen Währung zurückzahlen, die sie sich sozusagen selbst drucken können. Anders steht es um Staaten, die Kredite in Fremdwährungen aufnehmen müssen. Wie etwa Frankreich.
Schuldenkrise
Zinsen und Inflation machen Eurozone zum Gefahrenherd – vor allem Frankreich wackelt
Griechenland stürzte Europa 2009 fast in den Abgrund. Heute könnten andere EU-Länder vor dem Staatsbankrott stehen, denn Schuldenmachen wird jetzt richtig teuer.
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Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron (r.): Besonders für Frankreich werden Schulden teuer.
© imago/Handout Bundesregierung/Steffen Kugler/dts Nachrichtenagentur
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