China hat eine Darstellung von US-Präsident Donald Trump zurückgewiesen, wonach beide Seiten im Handelsstreit in direktem Kontakt stünden. „Soweit ich weiß, hat es keinerlei Konsultationen oder Verhandlungen zwischen China und den Vereinigten Staaten in der Zollfrage gegeben – geschweige denn eine Einigung“, sagte ein Sprecher des Pekinger Außenministeriums auf Nachfrage einer Journalistin. Entsprechende Berichte seien „Fake News“, so der Sprecher weiter.
Trump hatte zuvor gesagt, dass die USA und China im täglichen Kontakt stünden. Auf die Frage einer Journalistin, ob es irgendeinen direkten Kontakt mit China im Handelskonflikt gebe, antwortete Trump: „Ja, natürlich. Und jeden Tag, jeden Tag.“ Im Gespräch mit Reportern im Weißen Haus am Dienstag sagte Trump, die Zölle auf chinesische Waren würden „erheblich gesenkt“. Er versprach sogar, auf seine harte Linie zu verzichten, gelobte, am Verhandlungstisch „sehr nett“ zu sein, und versprach, die Ursprünge der Covid-19-Pandemie nicht zu erwähnen.
Bericht: Trump erwägt drastische Senkung der China-Zölle, um Handelskrieg zu beenden
Trumps China-Zölle: Chefs von US-Einzelhandelsunternehmen schlagen Alarm
Trump hatte den Handelskonflikt Anfang April durch die Erhebung von Sonderzöllen gegen zahlreiche Länder eskaliert. Später ordnete er eine 90-tägige Pause der Aufschläge an. Lediglich auf Produkte aus China gelten weiterhin Sonderzölle von bis zu 145 Prozent. Peking erhob im Gegenzug Zölle in Höhe von 125 Prozent auf Waren aus den USA.
Laut Berichten in den US-Medien erfolgte Trumps abrupter Kurswechsel in Bezug auf China nach einem privaten Treffen mit den Chefs von vier großen US-Einzelhandelsunternehmen. Die Chefs von Walmart, Target, Home Depot und Lowe’s hätten sich besorgt geäußert über die zunehmenden wirtschaftlichen Auswirkungen der Zollpolitik Trumps und die damit verbundene Unsicherheit auf den Finanzmärkten. (mit dpa)
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