Dass Bokito im Berliner Zoo keine artgerechte Zukunft hat, wird selbst der traurigste Besucher nachvollziehen können ("Ein Affentheater mit Tränen" von M. Gäding, 31. August). Zu kritisieren ist der unsensible Umgang der Zoo-Direktion mit der Besorgnis der Öffentlichkeit. Das große Interesse an Bokitos Schicksal war vom Zoo gewünscht, als das Gorillababy mit der Flasche aufgezogen wurde und von Herrn Opitz im Fernsehstudio, im Restaurant, auf dem Segelboot vorgeführt wurde. Nun ist man genervt von der Anteilnahme an Bokitos Zukunft in Shanghai, und weist Nachfragen mit ruppigen Antworten zurück. Mir ist bis heute nicht bekannt, ob die Entscheidungsträger den Zoo in Shanghai besichtigt haben, um den Befürchtungen mit Argumenten begegnen zu können.Renate Rychlik, Berlin
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