J.D. Vance, Autor von „Hillbilly Elegy“, soll Vizepräsident der USA werden, falls Donald Trump die US-Wahlen im November gewinnt. Ein Fan seines Erfolgsbuches ist Olaf Scholz. J.D. Vance wuchs in armen Verhältnissen auf. In dem Buch, das 2018 erschienen ist, zeigt er auf, wie es seine Familie geschafft hat, arme Verhältnisse zu überwinden und in die Mittelklasse aufzusteigen. Zugleich zeigt das Buch die Probleme von prekär lebenden Weißen in den USA.
In einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung, das am 29. Juli 2023 erschienen ist, gestand Bundeskanzler Olaf Scholz, dass er J.D. Vances Buch gerne gelesen habe. Es solle ihn zu Tränen gerührt haben. Im Interview bestätigt dies Scholz. „Ja. Und es hat mir auch geholfen, mein eigenes Verständnis für das zu schärfen, was für eine moderne, fortschrittliche, ich würde sagen sozialdemokratische Politik im 21. Jahrhundert wichtig ist: All die vielen, die arbeiten, sich anstrengen und den Laden am Laufen halten, müssen relevant bleiben. Sie müssen die Aussicht auf eine gute Zukunft für sich und ihre Kinder haben und Respekt erfahren. (...) Wenn aber der Respekt für diese Lebenswege verloren geht, wenn sie das Gefühl bekommen, es geht in der Gesellschaft nicht mehr um sie, droht Trumpismus und das, was wir heute in vielen wohlhabenden Staaten beobachten müssen: Rechtspopulistische Parteien preisen ihren übel gelaunten, Ressentiment-geladenen Blick in die Vergangenheit an.“
Scholz sagt außerdem: „J.D. Vance indes begann als Anti-Trumpist und hat sich dann hin zum Trumpisten entwickelt, was ein bisschen tragisch ist.“
Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]