Kritik

Die No Angels scheiterten immer wieder: Neue Doku zeigt warum

No Angels war die deutsche Antwort auf die Spice Girls. Die ARD zeigt nun einen lückenhaften Dreiteiler über Fame, Abstürze und die Härte der Musikindustrie.

Patricia Hempel
Patricia Hempel
5 Min
Die No Angels prägten die deutsche Poplandschaft wie keine andere Castingband

Die No Angels prägten die deutsche Poplandschaft wie keine andere Castingband

© Bernd Alfanz/imago

Im Jahr 2000 suchte die Castingshow „Popstars“ nach einer deutschen Antwort auf die Spice Girls. RTL II fand sie in den No Angels. Der erste und bis heute größte Hit der Band, „Daylight in Your Eyes“, erreichte Platinstatus. Was damals als Popmärchen vom Aufstieg gewöhnlicher junger Frauen zu gefeierten Stars erschien, zeigt sich heute auch als Geschichte von Leistungsdruck, Ausbeutung und widersprüchlichen Erwartungen an weibliche Selbstbestimmung.

Die dreiteilige ARD-Dokumentation „No Angels – Das sind wir“ blickt auf den Erfolg der Band zurück und fragt, was hinter dem Versprechen von „Girl Power“ steckte. Ein Filmteam begleitete ein Jahr lang Nadja Benaissa, Lucy Diakovska, Sandy Mölling und Jessica Wahls bei den Vorbereitungen auf das Bandjubiläum. Vanessa Petruo, das fünfte Mitglied, war bereits kurz vor der ersten Trennung im Jahr 2003 ausgestiegen.

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