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Versteigerung

Diese Sowjet-Flagge flog mit Apollo 11 zum Mond – jetzt hat sie einen Rekordpreis erzielt

Buzz Aldrin nahm 1969 heimlich eine Sowjet-Flagge mit zum Mond. Bei Sotheby's erzielte sie nun einen Rekordpreis. Was den US-Astronauten motivierte.

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Sowjet-Flagge: Die mit Apollo 11 geflogene Miniaturflagge erzielte bei Sotheby

Sowjet-Flagge: Die mit Apollo 11 geflogene Miniaturflagge erzielte bei Sotheby's einen hohen Preis.

© Sotherby's

Ein kleines Stück Stoff, ein großes Stück Weltraumgeschichte: Eine sowjetische Miniaturflagge, die Buzz Aldrin 1969 mit Apollo 11 zum Mond nahm, hat bei Sotheby's in New York einen Spitzenpreis erzielt. Für Sammler von Raumfahrt-Erinnerungsstücken gilt das Stück als besondere Rarität.

Die etwa zehn mal 15 Zentimeter große rot-gelbe UdSSR-Flagge wurde nach Angaben des Auktionshauses Sotheby's für 80.000 US-Dollar zugeschlagen – rund das Achtfache der ursprünglichen Schätzung von 7000 bis 10.000 US-Dollar. Umgerechnet entspricht der Erlös rund 6,2 Millionen Rubel.

Das Stück stammt direkt aus dem Familienbesitz des früheren Apollo-11-Astronauten Buzz Aldrin und war Teil einer Auktion mit 134 Losen zum Thema Raumfahrt. Es wurde dort als Lot 45 geführt.

Die Flagge trägt Aldrins Unterschrift sowie den handschriftlichen Vermerk „FLOWN TO THE MOON ON APOLLO XI“ – auf Deutsch: „Zum Mond geflogen mit Apollo 11“. Zum Los gehört auch ein Begleitschreiben Aldrins.

Symbol der Verständigung im Kalten Krieg

Aldrin habe die sowjetische Flagge nach eigenen Angaben zusammen mit einer US-Flagge und den Flaggen von Texas und New Jersey in seinem sogenannten Personal Preference Kit (PPK) mitgeführt, teilte Sotheby's mit. Es handele sich um „a gesture of goodwill“ – „eine Geste des guten Willens“ zwischen den USA und der Sowjetunion.

Aldrin habe damit auch zeigen wollen, dass die Mondlandung eine Leistung der gesamten Menschheit gewesen sei, die über nationale Grenzen hinausreiche.

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Auch Kommandokapselpilot Michael Collins nahm nach Museumsangaben in seinem PPK mehrere kleine Flaggen mit ins All.

Das Personal Preference Kit war laut dem Smithsonian National Air and Space Museum eine kleine Tasche, in der Astronauten persönliche oder symbolisch bedeutsame Gegenstände mit an Bord nehmen durften.

Nach Darstellung von Sotheby's flog die Flagge an Bord der Kommandokapsel Columbia. Diese blieb während der Landung im Mondorbit, wie aus Nasa-Unterlagen hervorgeht. Nur Aldrin und Neil Armstrong betraten mit der Landefähre Eagle die Mondoberfläche, während Michael Collins in Columbia zurückblieb.

Das versteigerte Exemplar erreichte damit zwar den Mond, nicht aber dessen Boden.

Blick auf die Erde von der Mondoberfläche aus während der Apollo-11-Mission am 20. Juli 1969.

Blick auf die Erde von der Mondoberfläche aus während der Apollo-11-Mission am 20. Juli 1969.

© NASA

Apollo 11 führte laut Nasa neben persönlichen Flaggen auch die Flaggen aller damals aus US-Sicht anerkannten 136 Staaten, der 50 US-Bundesstaaten sowie der Vereinten Nationen mit. Auf dem Mond hinterließen die Astronauten zudem eine Plakette mit der Inschrift „We came in peace for all mankind“ – „Wir kamen in Frieden für die ganze Menschheit“.

Aldrins Kollege Armstrong überreichte im Frühjahr 1970 bei einem Besuch in Moskau dem sowjetischen Premier Alexei Kosygin nach NASA-Angaben eine mit Apollo 11 geflogene sowjetische Miniaturflagge sowie Mondgestein-Splitter.

Rechtsgrundlage für den Verkauf solcher Erinnerungsstücke ist ein US-Gesetz aus dem Jahr 2012, das Astronauten der Mercury-, Gemini- und Apollo-Programme das Eigentum an bestimmten Missionsartefakten zuspricht – ausgenommen sind Mondgestein und anderes Mondmaterial.

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