Nach dem gewaltsamen Tod zweier Menschen in der brandenburgischen Kleinstadt Ortrand ermittelt die Staatsanwaltschaft Cottbus gegen einen 80-jährigen Deutschen wegen Totschlags, wie die Sprecherin der Behörde, Stephanie Engler, mitteilt. Der Tatverdächtige war am Tatort selbst schwer verletzt aufgefunden worden und befindet sich nach Angaben der Ermittler weiterhin in medizinischer Behandlung.
Bei den Opfern handelt es sich um einen 57 Jahre alten Mann und eine 45 Jahre alte Frau. Beide seien „mittels einer Schusswaffe tödlich verletzt“ worden, so Engler.
Die Polizei war am frühen Samstagmorgen zu einem Wohngrundstück in Ortrand gerufen worden. Die Kleinstadt liegt im Landkreis Oberspreewald-Lausitz an der Grenze zu Sachsen. In einem Nebengebäude des Grundstücks stießen die Beamten auf die beiden Toten sowie auf den schwer verletzten 80-Jährigen. Eine Schusswaffe wurde sichergestellt.
Beziehung zwischen Opfern und Verdächtigem noch ungeklärt
Was sich auf dem Grundstück konkret abspielte, ist nach Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft bislang offen. Ob und in welcher Form die drei Beteiligten miteinander in Verbindung standen, sei Gegenstand der laufenden Ermittlungen, sagte Engler. Auch das Motiv der Tat sei noch unklar. Zur Aufklärung würden Zeugen vernommen. Zudem werde geprüft, um welche Art von Schusswaffe es sich handelt.
In Ortrand selbst hat die Tat für Betroffenheit gesorgt. Bürgermeister Maik Bethke erklärte, die Bürger hätten die Geschehnisse mit großer Bestürzung aufgenommen.
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