Wer am Bahnhof Teutschenthal aus dem Zug steigt, steht zunächst nicht im Ortskern. Der Bahnsteig liegt draußen an der Landstraße. Ein kleines Bahnhofsgebäude, Gleise, Schranken, Felder, Himmel, Windräder. Wer ins Zentrum will, muss rund zwei Kilometer laufen. Die Straße steigt leicht an, dann fällt sie wieder ab. Einen Gehweg gibt es nicht, auch keinen Radweg. Autos und Lastwagen rauschen vorbei. Bewohner reagieren später fast belustigt, wenn sie hören, dass jemand zu Fuß vom Bahnhof gekommen ist. Man könne schon mit dem Zug fahren, sagen sie. Aber dann müsse einen eben jemand abholen.
Kommunalwahl
Zwischen AfD und CDU: „Zweimal wie immer“ in Teutschenthal
Der Saalekreis stimmt in einer Stichwahl über einen neuen Landrat ab: AfD gegen CDU. Ein Besuch in einem Ort, in dem Politik nach Baustellen, Radwegen und Alltag klingt.
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Karim betreibt seinen Dönerstand in Teutschenthal seit 23 Jahren, der frühere Soldat der sowjetischen Truppen stammt aus Aserbaidschan.
© Rene Plaul für Ostdeutsche Allgemeine
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