Wir reden hierzulande gern davon, „Erinnerungsweltmeister“ zu sein. Aber was mich zutiefst beunruhigt, sind aktuelle Tendenzen, den 8. und 9. Mai umdeuten zu wollen. Mit jedem Jahr werden solch beunruhigende Dynamiken stärker sichtbar. Denn die authentischen Stimmen, die uns unmittelbar vom größten Menschheitsverbrechen berichten können, verstummen langsam.
Gedenken
Der Beitrag der Roten Armee darf nicht umgedeutet werden
Rund um das Gedenken zum Weltkriegsende verschieben sich Narrative – leise, aber spürbar. Warum das gefährlich ist und was wir den Opfern wirklich schulden. Ein Kommentar.
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Der Sieg der Roten Armee über NS-Deutschland im Mai 1945 markierte das Ende eines Vernichtungskrieges und verpflichtet bis heute zum Erinnern.
© Emmanuele Contini/imago
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