Bei dem ausverkauften Zweitligaspiel am Samstagabend zwischen 1. FC Magdeburg und Dynamo Dresden kam es zu schweren Angriffen auf die Einsatzkräfte. Dabei wurden Polizisten mit Pyrotechnik beschossen sowie mit Steinen attackiert, wie das Innenministerium Sachsen-Anhalt mitteilte. 17 Beamte mussten wegen erheblicher Verletzungen in Krankenhäusern behandelt werden.
Nachdem Dynamo Dresden das Spiel mit 2:1 gewann, beginnt jetzt die Diskussion um die politischen Konsequenzen. Sachsen-Anhalts Innenministerin Tamara Zieschang (CDU) bezeichnete die Angriffe als „brutale Gewalt". Die Polizei hat eine Ermittlungsgruppe eingerichtet und bittet Zeugen, Fotos und Videos über ein Hinweisportal einzureichen.
Diskussion um Geisterspiele
Die Deutsche Polizeigewerkschaft geht mit ihren Forderungen am weitesten: Sie verlangt Geisterspiele in Magdeburg bis Saisonende. „Wenn Sicherheit nicht gewährleistet werden kann, müssen Spiele ohne Zuschauer stattfinden", erklärte der stellvertretende Bundesvorsitzende Heiko Teggatz.
Der Präsident des Fußballverbandes Sachsen-Anhalt, Holger Stahlknecht, lehnt dies ab. „Am Ende leidet dann eine gesamte Gesellschaft unter diesen Auswüchsen", sagte er dem MDR. Stattdessen forderte er schnelle und harte Urteile gegen die Täter. Statt Bewährungs- oder Geldstrafen seien Gefängnisstrafen angemessen.
Widerstand der Fans gegen Geisterspiele
Die meisten Fanbündisse lehnen Geisterspeile weitgehend ab. Aus ihrer Sicht leide darunter die Atmosphäre bei Fussballspielen erheblich. Außerdem würden so alle Fans bestraft und nicht nur die Problemfälle. Der Widerstand gegen weitergehende Maßnahmen ist erheblich.
Erst im Dezember waren wesentliche daran weitgehende Maßnahmen der Innenminister gescheitert. Diese hatten unter anderem erwogen, Maßnahmen wie KI-basierte Gesichtserkennung, personalisierte Eintrittskarten oder die Ausweitung von Stadionverboten flächendeckend durchzusetzten. Die Durchsetzung dieser Maßnahmen scheiterten.
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