Protest

Zwischen Epstein-Skandal und Verschwörungsglaube: Xavier Naidoo spricht in Berlin

Rund 600 Menschen folgen dem Aufruf des Sängers an die Siegessäule. Wer sind die Teilnehmer und warum vermischen sich hier reale Verbrechen mit esoterischen Mythen?

6 Min
Mit Kapuze und Sonnenbrille in der Menge: Xavier Naidoo rief zu der Demonstration an der Berliner Siegessäule auf und trat als Hauptredner vor die rund 600 Teilnehmer.

Mit Kapuze und Sonnenbrille in der Menge: Xavier Naidoo rief zu der Demonstration an der Berliner Siegessäule auf und trat als Hauptredner vor die rund 600 Teilnehmer.

© Fabian Sommer/dpa

Die Frühlingssonne scheint auf den Großen Stern in Berlin-Tiergarten, doch die Themen, die hier an diesem Samstagnachmittag verhandelt werden, könnten düsterer kaum sein. Etwa 600 Menschen haben sich, laut einem Sprecher der Berliner Polizei, gegen 14 Uhr an der Siegessäule versammelt. Viele schwenken Deutschlandflaggen. Die Polizei hatte im Vorfeld mit bis zu 1000 Teilnehmenden gerechnet. Zwei Stunden lang sollen hier Reden gehalten und Musik gespielt werden, bevor der Zug in Richtung Regierungsviertel aufbricht. Es ist eine Demonstration, die offiziell Aufklärung im internationalen Epstein-Komplex fordert, in der Realität jedoch ein Sammelbecken für unterschiedlichste Milieus bildet – von Menschen, die sich gesellschaftlich abgehängt fühlen, bis hin zu bekannten Akteuren der extremen Rechten.

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