Es ist kurz vor Startschuss, die Stimmung unter den zehntausenden Menschen ist hervorragend. Ein kollektives Summen der Vorfreude liegt in der Luft. Der Berliner Halbmarathon, eines der größten und traditionsreichsten Laufevents der Welt, verwandelt die Hauptstadt in eine 21 Kilometer lange Partymeile. Der Himmel über der Straße des 17. Juni leuchtet in makellosem Blau. Die Frühlingssonne taucht den Tiergarten in ein warmes Licht und vertreibt die morgendliche Kühle.
Bevor es jedoch auf die Strecke geht, folgt das ewig gleiche, sehr menschliche Ritual: Die Nervosität schlägt auf die Blase. Das führt zu einer hohen Dichte an sogenannten Wildpinklern. Im Aufwärmbereich rund um die Startblöcke werden die Bäume und Büsche des Tiergartens kurzerhand zu inoffiziellen Freilufttoiletten umfunktioniert. Es ist ein unterhaltsames Bild, das fast schon zur Folklore dieser Großveranstaltung gehört. Man nimmt es mit Humor, schließlich sitzen alle im selben Boot.
Laufparty
Mit Pelzmantel und Tattoos zur Bestzeit: Warum dieser Läufer beim Halbmarathon alle Blicke auf sich zieht
Zwischen zehntausenden Sportlern in Funktionskleidung sticht Davide hervor. Der Wahlberliner kombiniert Berghain-Ästhetik mit sportlichem Ehrgeiz.
5 Min
Link kopiert
Die Artikel-URL wurde erfolgreich in Ihrer Zwischenablage gespeichert.
Club-Chic vor dem Startschuss: Davide (43) wartet im voluminösen schwarzen Pelzmantel auf seinen Einsatz beim Berliner Halbmarathon.
© BLZ.
Werden Sie Teil des Ostablishments.
Sie haben bereits ein O+ Abo?
*