Nach der Länderspielpause schien sich der 1. FC Union Berlin in seinen Leistungen stabilisiert zu haben – vor allem defensiv. Nach den Partien gegen Elversberg (1:0), Dortmund (0:0) und in Augsburg (1:1) war die Hoffnung groß, dass sich die Köpenicker in den nächsten Wochen aus dem Tabellenkeller befreien können. Am Dienstag gab es dann in der zweiten Runde des DFB-Pokals aber einen empfindlichen Rückschlag. Die 0:5-Pleite beim 1. FC Köln hallt nach und ruft erneut laute Kritik an Trainer Mauro Lustrinelli hervor.
Der Fußball von Union? „Das ist Folter“
Kommentator-Legende Béla Réthy war nun zu Gast in einem Podcast von Bild und rechnete mit dem Fußball des Schweizers ab. „Wie soll ich das ausdrücken, ohne jemanden zu beleidigen?“, leitete der 69-Jährige seine Beurteilung ein. „Das ist mit der unansehnlichste Fußball, den ich seit langer Zeit in der Bundesliga gesehen habe. Das ist Folter.“
Lustrinellis Worte sind ein Schlag ins Gesicht für jeden Union-Fan
Lustrinelli war bei den Eisernen nicht nur angetreten, um erfolgreich zu sein. Nach der 15-monatigen Amtszeit von Steffen Baumgart sollte er die Spielweise im achten Bundesliga-Jahr des Vereins nachhaltig verändern. Unter dem Ex-Coach hatte Union zwar zweimal die Liga gehalten, hatte gegen Mannschaften auf Augenhöhe zwischenzeitlich aber immer wieder erschreckende Auftritte hingelegt. „Es geht darum, die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, diese 50:50-Spiele gegen Mannschaften auf Augenhöhe zu gewinnen“, hatte Manager Horst Heldt zu Beginn der laufenden Spielzeit gesagt.
Béla Réthy war einer der bekanntesten Sport-Kommentatoren Deutschlands. Nach der WM 2022 verabschiedete er sich vom Mikrofon.
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Zudem sollten Top-Talente wie Linus Güther oder Mekhi Gray eine vielversprechende Perspektive aufgezeigt bekommen, bei Union in der Bundesliga Fuß zu fassen. Lustinelli will Béla Réthy nicht grundsätzlich infrage stellen, verweist auf dessen große Erfolge beim FC Thun, mit dem der Trainer erst in die Schweizer Super League aufgestiegen war und anschließend sensationell Meister wurde. Aber, sagt der gebürtige Wiener, „offenbar hat er Eigenschaften, die in Berlin nicht umgesetzt werden können“.
1. FC Union Berlin: Das jähe Ende eines großen Traums
Am Sonntag (15.30 Uhr) kommt es zum schnellen Wiedersehen mit dem 1. FC Köln in der Bundesliga. Wenig überraschend prophezeit Béla Réthy einen Auswärtssieg der Rheinländer. In diesem Fall dürfte es für Lustrinelli bei Union richtig eng werden.
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