Iran

Großdemonstration in München: 200.000 Menschen protestieren gegen die iranische Regierung

Parallel zur Sicherheitskonferenz demonstrierten Hunderttausende gegen die Regierung des Irans. Hauptredner war der Sohn des gestürzten Shahs.

Kai Kleinwächter AFP
2 Min
Am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz demonstrierten Hunderttausende gegen die Regierung des Irans.

Am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz demonstrierten Hunderttausende gegen die Regierung des Irans.

© Marijan Murat / dpa

Rund 200.000 Menschen haben am Samstag in München gegen die iranische Regierung demonstriert. Die Teilnehmerzahl übertraf die Erwartungen deutlich, wie eine Polizeisprecherin der Nachrichtenagentur AFP mitteilte. Die Kundgebung fand parallel zur Münchner Sicherheitskonferenz statt und wurde vom bisher unbekannten Verein The Munich Circle organisiert.

Hauptredner war Cyrus Reza Pahlavi, Sohn des 1979 gestürzten Schahs. Neben ihm sollen laut Presseberichten auch der ehemalige stellvertretende Vorsitzende des Zentralrates der Juden in Deutschland, Michel Friedman, und die FDP-Europapolitikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann auftreten.

Erst vor wenigen Tagen hatte Pahlavi zur Teilnahme an den heutigen Großdemonstrationen in München, Los Angeles und Toronto aufgerufen. Dabei verwendete er die Symbole der Lion-and-Sun-Revolution, orientiert an der alten Nationalfahne des Schahs.

Wofür er politisch steht und wer ihm diese globale Organisation ermöglicht, ist offen. Der seit Jahrzehnten in New York lebende Pahlavi rief mehrfach US-Präsident Donald Trump dazu auf, die „Islamische Republik zu beenden.“ Die Demonstranten in München forderten einen friedlichen, demokratischen Neuanfang und gleichzeitig eine strafrechtliche Verfolgung der Verantwortlichen in Teheran.

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