Nordkorea

Kim Jong-un eröffnet neues Wohnviertel für Familien von in der Ukraine gefallenen Soldaten

In Nordkorea wird ein neues Wohnviertel für Familien von gefallenen Soldaten geschaffen. Tausende Nordkoreaner sollen nach Schätzungen für Russland in der Ukraine kämpfen.

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Kim Jong-un (Mitte) und seine Tochter Kim Ju-ae (links hinten) sprechen in einem von der nordkoreanischen Nachrichtenagentur KCNA veröffentlichten Bild mit Angehörigen eines toten Soldaten.

Kim Jong-un (Mitte) und seine Tochter Kim Ju-ae (links hinten) sprechen in einem von der nordkoreanischen Nachrichtenagentur KCNA veröffentlichten Bild mit Angehörigen eines toten Soldaten.

© AFP Photo/KCNA via KNS

Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un hat am Wochenende ein neues Wohnviertel in der Hauptstadt Pjöngjang für Familien von im Ausland gefallenen Soldaten eingeweiht, wie die staatliche Nachrichtenagentur KCNA mitteilte. Die Zeremonie entlang der sogenannten Saeppyol-Straße gilt Berichten zufolge als Teil der verstärkten Bemühungen des Landes, die im Ukraine-Krieg getöteten Truppen zu ehren.

Das neue Wohnviertel symbolisiere den „Geist und das Opfer“ der gefallenen Soldaten, erklärte Kim demnach. Die Häuser sollten es den trauernden Familien ermöglichen, „auf ihre Söhne und Ehemänner stolz zu sein und glücklich zu leben“. Er sagte weiter, er habe darauf gedrängt, das Projekt „sogar einen Tag früher“ abzuschließen, in der Hoffnung, dass es den Familien „ein wenig Trost“ spenden könne.

Von KCNA veröffentlichte Fotos zeigten Kim in Begleitung seiner Tochter Kim Ju-ae beim Besuch der neuen Wohnungen. Auf einem Bild ist zu sehen, wie der Machthaber auf einem Sofa sitzt und mit Angehörigen eines gefallenen Soldaten spricht, während seine Tochter hinter ihnen steht.

Wohl Tausende nordkoreanische Soldaten in der Ukraine getötet

Der KCNA-Bericht erwähnt Russland nicht direkt. Allerdings hatte Kim erst vergangene Woche erklärt, alle Entscheidungen des russischen Präsidenten Wladimir Putin „bedingungslos zu unterstützen“. Im Rahmen eines gegenseitigen Verteidigungspakts mit Russland entsandte Nordkorea laut Reuters im Jahr 2024 rund 14.000 Soldaten in die Ukraine. Dabei wurden dem Bericht zufolge nach südkoreanischen Schätzungen rund 6000 von ihnen getötet oder verwundet.

Nordkorea hat laut AP in den vergangenen Monaten mehrere öffentliche Zeremonien zur Ehrung von Kriegstoten abgehalten, etwa durch die Errichtung einer Gedenkmauer und den Bau eines Museums. Zudem lieferte das Land in den letzten Monaten auch Artillerie-Munition, Raketen und Langstreckenraketen-Systeme an Russland.

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Nach Einschätzung des südkoreanischen Geheimdienstes profitieren die nordkoreanischen Streitkräfte vom Kriegseinsatz durch Kampferfahrung und technische Unterstützung aus Russland, die die Leistungsfähigkeit ihrer Waffensysteme verbessern könnte, berichtete AP unter Berufung auf Angaben südkoreanischer Abgeordneter.

Die Eröffnung des neuen Wohnviertels in Nordkorea erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem Nordkorea sich auf die Eröffnung eines wichtigen Parteitags der regierenden Partei der Arbeit Ende Februar vorbereitet. Dort wird Kim voraussichtlich seine wichtigsten innen- und außenpolitischen Ziele für die nächsten fünf Jahre verkünden. (mit AFP)

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