Deutsche Bahn

Gewalt in Zügen: Fast jeder dritte Bahnmitarbeiter erwägt Kündigung

Eine neue Umfrage zeigt alarmierende Zahlen zu Übergriffen auf das Deutsche-Bahn-Personal. Droht jetzt eine massive Personalflucht?

1 Min
Kerzen und Blumen erinnern auf dem Bahnsteig am Bahnhof in Landstuhl an den getöteten Bahnmitarbeiter Serkan C.

Kerzen und Blumen erinnern auf dem Bahnsteig am Bahnhof in Landstuhl an den getöteten Bahnmitarbeiter Serkan C.

© Boris Roessler/dpa

Die Deutsche Bahn steht vor einem gravierenden Personalproblem: Rund ein Drittel der Beschäftigten zieht wegen zunehmender Gewalt im öffentlichen Nahverkehr einen Jobwechsel in Betracht. Das geht aus einer Mitgliederbefragung der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft EVG hervor.

Die Ergebnisse der Umfrage zeichnen ein drastisches Bild des Arbeitsalltags: Die Hälfte der befragten EVG-Mitglieder gab an, bereits mindestens einmal körperlich angegriffen worden zu sein. Noch weitaus häufiger sind verbale Attacken – 85 Prozent der Mitarbeitenden, die regelmäßig Kontakt mit Fahrgästen haben, wurden laut der Erhebung schon beschimpft, beleidigt oder bedroht.

Die Zahlen legen nahe, dass der Deutschen Bahn eine erhebliche Abwanderung von Fachkräften bevorstehen könnte. In einer Branche, die ohnehin mit Personalmangel kämpft, würde ein solcher Aderlass die Situation weiter verschärfen.

Open Source

Open Source

Sie haben etwas zu sagen? Senden Sie uns Ihren Text! 

Einreichen
Open Door

Open Door

Sie möchten ein Thema vorschlagen? Senden Sie uns Ihren Vorschlag!

Vorschlagen
Send feedback

Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]

Lesen Sie mehr zum Thema
weltbune Banner