Polizeibeamte in Brandenburg haben in den vergangenen Jahren gleich drei Mal ihre Dienstwaffen an öffentlichen Orten liegen lassen. Das geht aus einer Antwort des Brandenburger Innenministeriums und der Polizei auf eine Anfrage des BSW-Abgeordneten Sven Hornauf hervor. In allen drei Fällen wurden die Pistolen von aufmerksamen Bürgern gefunden und zurückgebracht – doch bei der Munition klafft eine Lücke: 25 Patronen sind seit 2020 spurlos verschwunden.
Den Anfang machte eine Polizistin im Jahr 2022. Sie vergaß ihre Dienstwaffe mitsamt vollem Magazin in einer Uniformtasche in der Nähe eines Spielplatzes. Ein Passant entdeckte die Waffe und brachte sie zur nächsten Wache.
25 Patronen bleiben verschollen
Ein Jahr später wiederholte sich das Muster gleich zweimal. Ein Beamter ließ seine Dienstpistole auf einer öffentlichen Toilette zurück. Auch in diesem Fall gab ein ehrlicher Finder die Waffe bei der Polizei ab – allerdings fehlte eine Patrone aus dem Magazin. Ebenfalls 2023 kam einem weiteren Polizisten in einer Drogerie seine Pistole samt einem Magazin mit 15 Patronen abhanden. Ein Mitarbeiter des Geschäfts übergab beides der Polizei.
Insgesamt gingen laut den Angaben des Innenministeriums seit 2020 75 Patronen verloren. 50 davon konnten wiedergefunden werden – 45 befanden sich noch in den Magazinen der drei verlorenen Pistolen, fünf weitere tauchten separat wieder auf. Die verbleibenden 25 Patronen gelten weiterhin als vermisst. Über deren Verbleib macht das Ministerium keine näheren Angaben.
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