Während sich Sachsen ein Ende der Verbeamtungen von Lehrern vorstellen kann, will Thüringen dabei bleiben. „Thüringen hält an der Verbeamtung seiner Lehrkräfte fest – aus guten Gründen“, sagte Bildungsminister Christian Tischner (CDU) der Deutschen Presse-Agentur in Erfurt. Der Freistaat stehe im Wettbewerb mit anderen Bundesländern und auch mit der freien Wirtschaft, argumentierte er.
„Zudem stärkt die Verbeamtung die besondere Verantwortung und Verlässlichkeit des öffentlichen Dienstes: Lehrkräfte stehen in einem klaren Treueverhältnis zum Staat, sichern verfassungsrechtliche Werte im Unterricht und gewährleisten durch das Streikverbot eine kontinuierliche Unterrichtsversorgung.“
Zuvor hatte sich Sachsens Kultusminister Conrad Clemens auf mittlere Sicht für eine Abschaffung der Lehrerverbeamtung ausgesprochen. Der CDU-Politiker halte das Vorgehen für „aus der Zeit gefallen“, hatte ein Sprecher des sächsischen Kultusministeriums mitgeteilt. Clemens machte dabei auch klar, dass er ein gemeinsames Handeln der Bundesländer anstrebt.
Kultusminister Clemens: „Können uns Verbeamtung von Lehrern nicht mehr leisten“
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In Thüringen gibt es nach Daten des Bildungsministeriums im aktuell laufenden Schuljahr 11.518 verbeamtete und 5.607 angestellte Lehrer an staatlichen Schulen. Verbeamtete Lehrkräfte machten damit einen Anteil von 67,3 Prozent aus. Ihr Durchschnittsalter beträgt 46,5 Jahre, während das Durchschnittsalter der angestellten Lehrkräfte bei 47,8 Jahren liegt. (mit dpa)
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