Auf dem Fahrgastschiff „Mönchgut“ der Adler-Reederei ist am Sonntagvormittag an der Seebrücke in Göhren auf Rügen ein Feuer im Maschinenraum ausgebrochen. Alle 24 Fahrgäste und die fünfköpfige Besatzung blieben nach Angaben der Wasserschutzpolizei unverletzt. Das Schiff wurde vorläufig stillgelegt und zu einer Werft in der Region geschleppt.
Wie die Wasserschutzpolizei mitteilte, wurde bei den Vorbereitungen zum Ablegen weißer Rauch bemerkt, der aus einem Abluftschacht an der Backbord-Seite des Schiffes drang. Die Crew versuchte zunächst, das Feuer im Maschinenraum mit einem Feuerlöscher unter Kontrolle zu bringen – ohne Erfolg. Daraufhin unterbrach die Besatzung die Kraftstoffzufuhr zu den Maschinen und löste die bordeigene Löschanlage aus. Der Maschinenraum wurde mit Kohlendioxid – einem Gas, das Flammen den Sauerstoff entzieht – geflutet. Damit konnte der Brand erstickt werden.
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Die 24 Passagiere wurden von Bord gebracht. Die Reederei bezifferte den entstandenen Schaden auf rund 10.000 Euro. Die Brandursache ist laut Wasserschutzpolizei derzeit noch unklar, die Ermittlungen laufen. Wie lange das Schiff auf der Werft bleiben muss, war zunächst ebenfalls nicht absehbar.
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„Mönchgut“-Fahrten entfallen bis auf weiteres
Die Fahrt am Sonntag sollte der Saisonauftakt für die beliebte Route von Peenemünde entlang der Kreidefelsen bis zum Königsstuhl sein. Geplant war ein neunstündiger Ausflug mit Zwischenhalten in Göhren, Sellin und Binz. Wie die Adler-Reederei auf ihrer Internetseite mitteilte, entfallen bis auf Weiteres sämtliche Fahrten mit der „Mönchgut“.
Um den Ausfall aufzufangen, hat die Reederei kurzfristig den Fahrplan umgestellt. Die Fahrten zur Kreideküste werden laut Ostsee-Zeitung demnach ab Montag vom Schiff „Binz“ übernommen, mit Abfahrten ab Göhren um 11 Uhr, Sellin um 11.30 Uhr und Binz um 12.30 Uhr. Weitere Touren ab Sellin, Binz und dem Stadthafen Sassnitz führt die „Kap Arkona“ durch.
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