Eisenbahn

Schmalspurbahn „Rasender Roland“ erhält neue Gleise

Die Gleisanlagen der Traditionsbahn „Rasender Roland“ auf Rügen sollen fit für die Zukunft gemacht werden. Eine besondere Rolle spielen dabei die Gleise.

OAZ
3 Min
Ein von einer Dampflokomotive der Schmalspurbahn „Rasender Roland“ gezogener Zug fährt in Binz auf der Insel Rügen ein und wird dann zur Weiterfahrt bereitgemacht.

Ein von einer Dampflokomotive der Schmalspurbahn „Rasender Roland“ gezogener Zug fährt in Binz auf der Insel Rügen ein und wird dann zur Weiterfahrt bereitgemacht.

© Frank Drechsler/IMAGO

Die im Südosten Rügens unter anderem bei Urlaubern beliebte dampfende Schmalspurbahn „Rasender Roland“ rollt teils über neue Gleise. In einer Mitteilung des Schweriner Wirtschaftsministeriums wurde Kay Kreisel, Geschäftsführer des Betreibers Pressnitztalbahn, mit den Worten zitiert: „Mit der Unterstützung des Landes konnte der letzte Teil der Strecke von Putbus nach Lauterbach Mole für die kommenden Jahrzehnte fit gemacht werden“.

Nach Angaben des Ministeriums mussten Holzschwellen nach etwa 45 Jahren Liegezeit ausgetauscht werden. Betroffen waren demnach Dreischienengleise, die den Betrieb von Zügen unterschiedlicher Spurbreiten ermöglichen. Da diese spezielle Anforderungen stellten, seien Kunststoffschwellen mit längerer Nutzungsdauer als Holzschwellen verbaut worden. Zwischen Bergen und Lauterbach Mole verkehrt die Regionalbahnlinie RB26. „In der Saison von Mai bis Oktober ergänzen die Züge der Schmalspurbahn ‚Rasender Roland‘ mit ihren Dampflokomotiven das Angebot, indem sie auf dem Dreischienengleis von Lauterbach Mole bis Putbus und dann weiter über Binz nach Göhren fahren“, erklärte Carsten Werfel, Geschäftsführer der Verkehrsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern.

Laut Ministerium investiert die Eisenbahn-Bau- und Betriebsgesellschaft Pressnitztalbahn mehr als 600.000 Euro in die Sanierung des Streckenabschnitts der Linie Putbus – Lauterbach Mole. Das Land fördert demnach die Gleiserneuerung und Instandhaltungsarbeiten mit rund 450.000 Euro.

Neuer Pachtvertrag

Erst vor Kurzem hatten der Landkreis Vorpommern-Rügen und die Eisenbahn-Bau- und Betriebsgesellschaft Pressnitztalbahn einen neuen Pachtvertrag für die Schmalspurbahn unterzeichnet. Er tritt am 1. Juli 2028 in Kraft und läuft bis spätestens 31. Dezember 2050, wie der Landkreis mitteilte.

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Ermöglicht wird demnach unter anderem die geplante Sanierung der Strecke zwischen Putbus und Sellin-Ost in den kommenden Jahren mit einem Investitionsvolumen von rund 24 Millionen Euro. Knapp 20 Kilometer Schiene werden rundum erneuert.

Die dampfbetriebene Schmalspureisenbahn fährt täglich auf 750 Millimeter Spurweite von Putbus über Binz, Sellin und Baabe nach Göhren. An rund 180 Tagen im Jahr fährt der Zug zusätzlich von Lauterbach Mole ab. Die Eisenbahn fährt seit 1895 mit einer Geschwindigkeit von etwa 30 Kilometern in der Stunde über die Insel Rügen und verbindet die bekannten Seebäder miteinander. Betreiber ist seit 2008 die Eisenbahn-Bau- und Betriebsgesellschaft Pressnitztalbahn aus Jöhstadt in Sachsen. (mit dpa)

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