Papst Leo XIV hat sich auf seiner Afrikareise am Wochenende klar gegen eine Fortsetzung des Konflikts mit US-Präsident Trump ausgesprochen. Stattdessen liegt sein Fokus auf der Förderung von Frieden und sozialer Gerechtigkeit, wie Vatican News berichtet.
Papst Leo XIV betonte am Samstag auf dem Flug nach Angola, dass es nicht in seinem Interesse liege, eine Debatte mit US-Präsident Donald Trump weiterzuführen. Dieser hatte den Papst zuvor für seine Friedensbotschaften im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg kritisiert. Wie der Papst gegenüber Journalisten klarstellte, seien seine Reden lange vor den Äußerungen des US-Präsidenten vorbereitet worden. Laut Vatican News erklärte Leo XIV, seine Worte seien fälschlicherweise interpretiert worden, als handele es sich um eine Antwort an Trump. Der Papst betonte: „Das ist nicht mein Interesse.“
Trump hatte den Papst zuvor in sozialen Medien angegriffen und ihn als „schwach in der Außenpolitik“ bezeichnet. Laut BBC hatte der US-Präsident zudem ein KI-generiertes Bild von sich als Jesus-Figur veröffentlicht, das später wieder entfernt wurde. Vizepräsident JD Vance äußerte sich hingegen versöhnlich und lobte den Papst für seine Klarstellung, wie BBC berichtet. Er kritisierte jedoch, dass die Medien den Konflikt zwischen den beiden weiter anfachen würden.
Kritik an Ausbeutung Afrikas
Wie die Evangelische Presseagentur berichtet, prangerte Papst Leo XIV bei einer Rede in Luanda, Angola, die Ausbeutung des afrikanischen Kontinents als Entwicklungshemmnis an. „Wie viel Leid, wie viele Tote, wie viele soziale und ökologische Katastrophen bringt diese ausbeuterische Logik mit sich“, sagte der Papst am Samstag vor Vertretern aus Politik, Zivilgesellschaft und Diplomatie. Er kritisierte ein globales Entwicklungsmodell, das diskriminiere und ausgrenze, aber dennoch als alternativlos dargestellt werde. Der Papst rief zu einer Umkehr derjenigen auf, die diese Entwicklung behinderten, und ermunterte diejenigen, die sich bereits für Frieden und Gerechtigkeit einsetzen.
Die Reise des Papstes steht unter dem Zeichen der Förderung von Frieden und interreligiösem Dialog. Laut Vatican News führte Leo XIV in Kamerun Gespräche mit muslimischen Vertretern und hob die Bedeutung von Dialog und Brüderlichkeit hervor. Bei einem Treffen an der Katholischen Universität von Zentralafrika segnete er ein Monument zu Ehren des Heiligen Augustinus, das laut Papst Leo die Botschaft seiner Reise symbolisiere: die Einheit der Glaubensgemeinschaften und der Einsatz für soziale Gerechtigkeit.
Am Dienstag wird der Papst nach Äquatorialguinea reisen, bevor er am Donnerstag nach Rom zurückkehrt. Die elftägige Afrikareise, die bisher längste seines Pontifikats, umfasst Besuche in 11 Städten und vier Ländern. Über 20 Prozent der weltweit rund 1,4 Milliarden Katholiken leben in Afrika, wie BBC berichtet.
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