Die Automobilzulieferer Bohai Trimet und Schlote stehen in Harzgerode vor dem endgültigen Aus, wie die Insolvenzverwalter der Unternehmen am Dienstag mitteilten. Rund 600 Arbeitsplätze bei Bohai und weitere 330 Stellen bei Schlote, einschließlich des Werks GAW in Wernigerode, sind betroffen. Auch das Bohai-Werk in Sömmerda mit 100 Beschäftigten könnte geschlossen werden.
Trotz intensiver Gespräche mit drei potenziellen Investoren, unterstützt durch Kommune und Land, scheiterten die Verhandlungen mit wesentlichen Auftraggebern wie BMW und Volkswagen. Bohai und Schlote produzieren Aluminium- und Automobilteile, deren Fertigung künftig von anderen Lieferanten übernommen wird. Ab Herbst ziehen Hauptkunden ihre Aufträge ab, wodurch die Werke wirtschaftlich nicht überlebensfähig sind.
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Nach Angaben des Insolvenzverwalters habe es bis zuletzt Gespräche mit potenziellen Investoren gegeben. Trotz Unterstützungszusagen von Land und Kommune hätten sich die möglichen Investoren nicht mit den wesentlichen Hauptauftraggebern einigen können, hieß es.
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Insolvenzverwalter Olaf Spiekermann warnt: „Sofern es in den kommenden Tagen nicht noch zu einer Veränderung dieser Situation kommt, werden in weiteren, mit Bohai wirtschaftlich verbundenen Unternehmen im Harz weitere 650 Arbeitsplätze betroffen sein.“ Die endgültige Entscheidung zur Abwicklung liegt nun bei den Gläubigerausschüssen.
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