Inflation

Verbraucherpreise in Sachsen-Anhalt steigen deutlich

Die Energiekosten treiben die Inflation in Sachsen-Anhalt auf über drei Prozent. Besonders stark verteuerte sich Diesel, aber auch im Bildungsbereich steigen die Preise.

OAZ
2 Min
Nicht nur beim Einkaufen merkt der Verbraucher, dass die Preise für Kraftstoffe und Heizöl das Leben deutlich verteuern.

Nicht nur beim Einkaufen merkt der Verbraucher, dass die Preise für Kraftstoffe und Heizöl das Leben deutlich verteuern.

© Marcus Brandt

Die Teuerung in Sachsen-Anhalt hat im April spürbar angezogen. Vor allem die Preise für Kraftstoffe und Heizöl verteuerten das Leben deutlich. Die Verbraucherpreise in Sachsen-Anhalt sind im April um 3,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen. Damit überschritt die Inflationsrate erstmals wieder die Drei-Prozent-Marke, wie das Statistische Landesamt mitteilte. Im März hatte die Teuerung noch bei 2,6 Prozent gelegen, im Februar bei 2,0 Prozent.

Wesentlicher Treiber der Entwicklung sind nach Angaben der Statistiker die Energiepreise. Sie zogen im Jahresvergleich um 12,4 Prozent an. Besonders stark verteuerte sich Dieselkraftstoff mit einem Plus von 44,6 Prozent. Für Heizöl samt Betriebskosten mussten Verbraucher 33,2 Prozent mehr zahlen, für Flüssiggas und die Füllung eines Tankbehälters 31,1 Prozent. Superbenzin kostete 24 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Strom hingegen war dem Landesamt zufolge um 1,4 Prozent günstiger als im Vorjahresmonat, Erdgas samt Betriebskosten um 2 Prozent. Auch für Fernwärme mussten die Verbraucher weniger zahlen.

Auch in anderen Bereichen stellten die Statistiker deutliche Preissteigerungen fest: Im Bildungswesen legten sie im Schnitt um 6,6 Prozent zu. Die Erhöhungen der Studiengebühren und Immatrikulationsgebühren schlugen mit plus 14,7 Prozent zu Buche, aber auch die Entgelte für weiterführende Schulen stiegen um 8,4 Prozent.

Bei Nahrungsmitteln und alkoholfreien Getränken legten die Verbraucherpreise den Angaben zufolge um 1,5 Prozent zum Vorjahresmonat zu. Für alkoholische Getränke und Tabakwaren zahlten die Verbraucher im Schnitt 4,2 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Für Pauschalreisen wurden durchschnittlich 3,5 Prozent weniger fällig.

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